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Göttingen Via Niedersachsen investiert 441 Millionen
Die Region Göttingen Via Niedersachsen investiert 441 Millionen
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00:17 15.04.2017
Quelle: r
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Göttingen

Wie Via Niedersachsen am Mittwoch weiter mitteilte, handelt es sich bei dem als „Verfügbarkeitsmodell“ (V‐Modell) vom Bund an den privaten Betreiber vergebenen Teilstück der A7 um einen insgesamt 60 Kilometer langen Abschnitt von Deutschlands längster Nord‐Süd-Transitverbindung. Das Projekt beinhalte auch den sechsstreifigen Ausbau eines bislang noch vierstreifigen Abschnittes auf einer Länge von gut 29 Kilometern.

Nach einem europaweiten Vergabeverfahren erteilte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) am 17. Februar der vom Konsortium neu gegründeten Projektgesellschaft Via Niedersachsen den Zuschlag, heißt es in der Mitteilung. Neben dem Ausbau obliegt Via Niedersachsen demnach auch die Verantwortung für die Erhaltung und den Betrieb der Strecke über eine Vertragsdauer von 30 Jahren.

Eine Milliarde Euro Gesamtvolumen

Die Investitionssumme für den Ausbau der A7 belaufe sich auf 441 Millionen Euro. Finanzierungspartner des Infrastrukturprojektes seien die Europäische Investitionsbank (EIB), KfW IPEX, die DZ Bank, CaixaBank

und die Development Bank of Japan (DBJ). Das Bundesministerium für Verkehr leiste Abschlagszahlungen in Höhe von 126 Millionen Euro netto gemäß Baufortschritt. Das Gesamtvolumen des Projektes innerhalb der nächsten 30 Jahre liegt den Angaben nach bei rund einer Milliarde Euro.

Neben dem sechsspurigen Ausbau der A7 bis Ende 2021 umfasst das Infrastrukturprojekt auch 170 Bauwerke, darunter 2 Großbrücken, 9 Anschlussstellen, 12 Park‐und-WC-Anlagen und 2 Tank‐und-Rastanlagen

sowie rund 40.000 Quadratemter Lärmschutzwände und -wälle. Hinzu kommen Regenrückhaltebecken und Entwässerungsleitungen sowie Maßnahmen des Umweltschutzes und Landschaftsbaus. Die Umverlegung der B248 ist ebenfalls Bestandteil des Projektes.

29,2 Kilometer bis 2020

Der Ausbau und Betrieb der A7 zwischen Bockenem und Göttingen ist nach der A1 bereits das zweite Infrastrukturprojekt Niedersachsens seit 2008, das in ÖPP realisiert wird, heißt es in der Mitteilung.

 Bis Ende 2020 werden 29,2 Kilometer der insgesamt 60 Kilometer langen Projektstrecke unter laufendem Betrieb ausgebaut und modernisiert. Zum 30 Jahre währenden Betriebdienst durch Via Niedersachsen gehören nach eigenen Angaben der Winterdienst, Streckenkontrollen, Reinigung, landschaftspflegerische und verkehrssichernde Maßnahmen. Darüber hinaus verantwortet Via

Niedersachsen die Erhaltung der kompletten Infrastruktur, die Wartung der Ausstattung sowie Serviceangebote auf Park‐und-WC-Anlagen und Tank‐und-Rastanlagen.Gesellschafter des Betreibers sind VINCI Concessions (50 %) und Meridiam (50 %). eb

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