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13:31 13.04.2018
Die Martin-Luther-King-(Förder-)Schule in Göttingen kämpft um Bestandsschutz. Quelle: Niklas Richter
Göttingen

Der Stadtelternrat (StER) unterstützte nachdrücklich den Antrag der Martin-Luther-King Schule (MLK) und alle darin aufgeführten Argumente, teilte dessen Vorsitzender Janek Fryer am Donnerstag mit. Nach Ansicht des StER werde die Wahlfreiheit der Schulform bei den Kindern, für die die Gesellschaft eine besondere Verantwortung trägt, unzumutbar eingeschränkt, wenn in Göttingen keine Förderschule Lernen mehr zur Verfügung steht.

Die wird in Niedersachsen Schritt für Schritt abgebaut. Eigentlich sollten diese Förderschulen inzwischen schon keine neuen Fünftklässler mehr aufnehmen dürfen. Die betroffenen Kinder sollen inklusiv an Regelschulen unterrichtet werden - zum Beispiel in Gesamtschulen. Diese sind nach Ansicht von Eltern aber häufig zu groß und unübersichtlich, um den Kindern mit besonderem Betreuungsbedarf eine optimale, individuelle Förderung zu ermöglichen. Dazu gehörten zum Beispiel auch kleine Klassen mit wenigen Kindern.

Inzwischen hat das Land allerdings per Schulgesetz eine Art befristeten Bestandsschutz für Förderschulen-Lernen eingeräumt - bis 2028. Das Land muss entsprechende Anträge zwar bewilligen, die eigentliche Entscheidung aber liegt bei den Kommunen als Schulträger. Das ist für die MLK die Stadt Göttingen.

Die Schule selbst hat den Bestandsschutz inzwischen beantragt. Die Ratsfraktion von Piraten und Partei hatte bereits Unterstützung signalisiert. Die CDU will dazu an diesem Freitag einen Eilantrag in die Ratssitzung einbringen. Sie fürchtet, dass vom Land gesetzte Fristen für eine Genehmigung sonst nur schwer einzuhalten sind.„Die Martin-Luther-King-Schule sollte ab dem kommenden Schuljahr wieder gesichert Kinder für die fünfte Klasse aufnehmen können“, erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Wibke Güntzler.

Die Martin-Luther-King-(Förder-)Schule lehrt in überschubaren kleinen Gruppen: Unterricht der 6. Klasse mit Lehrerin Inga Sobieraj-Zec. Quelle: Niklas Richter

Außerdem soll die Verwaltung laut CDU-Antrag ein „stadtweites, pädagogisches Inklusionskonzept unterstützen, das mit den aktuell entstehenden Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren Inklusive Schule (RZI) sowie den inklusiven Schulen gemeinsam abgestimmt wird“.

Inzwischen hat sich auch die SPD für den Bestandsschutz der MLK ausgesprochen. Die Fraktion sei zwar der Auffassung, dass Inklusion eine Verantwortung aller weiterführenden Schulen Göttingens sei, heißt es in einer Mitteilung des Fraktionsvorsitzenden Tom Wedrins und der Schulsausschussvorsitzenden Frauke Bury (SPD). Dazu fehlten allerdings, trotz erheblicher Anstrengungen von Politik und Verwaltung, nach wie vor die ausreichenden Plätze sowie die notwendige Ausstattung mit Fachkräften und Ressourcen an den anderen Schulen - vor allem auch an den Gymnasien. Die SPD kündigte einen Antrag zum Bestandsschutz der MLK für die nächste Sitzung des Schulausschusses an.

Der Rat tagt am Freitag, 13. April, ab 16 Uhr im Neuen Rathaus.

Von Ulrich Schubert

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