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18:49 28.09.2018
An einem Essenstand konnte Spezialitäten ausprobiert werden. Quelle: Hinzmann
Grone

Rund zehn Organisationen haben sich am Freitag am Interkulturellen Nachbarschaftsfest am Jonaplatz in Grone beteiligt. Das Nachbarschaftszentrum veranstaltete das Fest im Kontext der bundesweiten Interkulturellen Woche, zu der auch das Göttinger Büro für Integration aufgerufen hatte.

Musik, Tänze, Gespräche: Rund zehn Organisationen haben sich am Freitag am Interkulturellen Nachbarschaftsfest am Jonaplatz in Grone beteiligt.

Der Beat der Reggae-Band Blessed & Irie war schon von Weitem zu hören und animierte besonders junge Besucher des Festes zum Tanz. Bewegung für Junggebliebene gab es anschließend: Unter der Leitung von Heidemarie Adam improvisierten Bewohnerinnen des Mehrgenerationenhauses im Nachbarschaftszentrum Gruppen- und Partnertänze. Dass keine Männer als Tanzpartner vorhanden waren, störte die Damen offenbar nicht – sie übernahmen kurzerhand selbst die Führung.

Die Tanzgruppe ist infolge einer Demenz-Präventionsgruppe entstanden. Die gemeinsame Bewegung im Rhythmus der Musik und der soziale Austausch machte den Tänzerinnen sichtlich Spaß. Es ist Teil eines vielfältigen Programms des Nachbarschaftszentrums an der Deisterstraße 10, das Groner Bürgern unterschiedlichen Alters und kulturellen Hintergrunds zusammenbringen soll.

Osanne Liebau und Vixtoria Drevenstedt von der Eltern-Kind-Gruppe des Nachbarschaftszentrums waren mit einem Basteltisch auf dem Fest vertreten. Gemeinsam mit Kindern im Alter bis etwa drei Jahre bastelten sie Fitnesswürfel, deren sechs Seiten Übungen wie etwa Kniebeugen anzeigen. Für mehrsprachige Familien sei die Gruppe eine tolle Möglichkeit, neue Sprachen zu lernen, so Drevenstedt.

Für Sabine Koch, Leiterin des Nachbarschaftszentrums steht fest: „Nachbarschaft wird in Grone richtig gelebt und ist den Anwohnern extrem wichtig.“ Trotz der zunehmenden digitalen Vernetzung sei das Nachbarschaftszentrums in seiner zehnjährigen Geschichte stets von früh bis spät gut besucht. Beim Nachbarschaftsfest sowieso: „Darauf kann man sich verlassen: Es feiern alle mit, und es räumen alle mit auf“, so Koch. Für viele Anwohner sei das Zentrum auch in praktischen Fragen wie ein hilfsbereiter Nachbar, den man gerne um Rat fragen könne.

Neu in der Nachbarschaft sind türkische Flüchtlinge, die mit ihrer Initiative Mürüwet (türkisch für „offene Tür“) und einem Essensstand auf dem Fest vertreten waren. Viele von ihnen sind Mitte 2017 angekommen. „Im Moment versuchen wir einfach, uns so bald wie möglich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. Außerdem wollen wir das Bewusstsein hierzulande erhöhen, wie schlimm die Situation in der Türkei für politisch Verfolgte ist,“ erläuterte Yavuz* (Name geändert) von der Initiative Mürüwet auf Englisch.

Im Laufe des Nachmittags wurden noch tamilische und lateinamerikanische Tänze aufgeführt. Zudem gab es ein Trommel-Konzert und Gesang von dem Chor Chorios. Zum Abschluss des Festes konnte in der westafrikanischen Tradition „Fural“ jeder Gast seine Wunschmusik spielen lassen.

Die bundesweite Interkulturelle Woche 2018 vom 23. bis 29. September steht unter den Motto „Vielfalt verbindet“. Zahlreiche Institutionen, Einrichtungen und Organisationen beteiligen sich daran, um durch Veranstaltungen, Begegnungen und Gespräche der gesellschaftlichen Vielfalt Ausdruck zu verleihen. „Mit der Aktionswoche soll zugleich ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung sowie für Menschlichkeit und Partizipation gesetzt werden“, hieß Göttinger Büro für Integration.

Von Katharina Meyer

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