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Göttingen Vorranggebiete für Windräder: Hann. Münden warnt vor zu großer Eile
Die Region Göttingen Vorranggebiete für Windräder: Hann. Münden warnt vor zu großer Eile
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11:34 03.06.2015
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Hann. Münden

„Es macht keinen Sinn, heute schon zwei Prozent der Landesflächen als Vorranggebiete für Windenergienutzung auszuweisen“, erläutert dazu Hann. Mündens Stadtplaner, Siegfried Pflum. Er hat die Stellungnahme ausgearbeitet. Durch das „vorschnelle Vorgehen“ würden nämlich andere Ziele der Regionalentwicklung verletzt. Pflum nennt etwa touristische Belange. So hätten Windkraftanlagen auf sechs vorgesehenen Flächen im Reinhardswald und im Bereich Hübenthal „inakzeptable Auswirkungen“ auf das Landschaftsbild in den Flusstälern.

In der Stellungnahme äußert die Stadtverwaltung zudem Zweifel an der bevorzugten Ausweisung von Vorrangflächen in Wäldern. Die Nordhessen würden so die ebenfalls als Ziele der Regionalplanung definierte Entwicklung des Natur- und Landschaftsraum sowie von Erholungsgebieten nicht ausreichend berücksichtigen.

Kritisch sieht die Stadt, dass die Windräder in sogenannten beschleunigten Verfahren umgesetzt werden sollen. Damit würde die Öffentlichkeit fast nicht mehr an der Ausgestaltung der Kraftwerke beteiligt werden. Nordhessen überlasse das weitgehend den Projektentwicklern und Investoren. Pflums Fazit: „Die Regionalplanung passt sich dem Vorhaben und nicht das Vorhaben der Regionalplanung an.“

mic

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