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Göttingen Vorsichtige Entwarnung für Zugvögel
Die Region Göttingen Vorsichtige Entwarnung für Zugvögel
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18:21 24.03.2013
Möwenflucht: Auch auf dem Wasser sollten Menschen lieber Abstand halten. Quelle: Siebner
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Göttingen

Dennoch bleibt sein Appell an die Menschen in der Region bestehen, den Tieren nicht zu nahe zu kommen, damit sie ihre Kräfte für den Weiterzug schonen können.

Nach wie vor sind im Landkreis Göttingen etwa 5000 Kraniche unterwegs, die auf den Feldern nach Nahrung suchen. Auch rund 2000 Feldlerchen in der südlichen Göttinger Feldmark, viele Lachmöwen am Göttinger Kiessee und Bekassinen scheinen noch auf bessere  Bedingungen für einen Weiterflug in ihre im Norden gelegenen Brutreviere zu warten.

„Lachmöwen auf Nahrungssuche wurden sogar in der Göttinger Innenstadt beobachtet“, berichtet Dörrie. Weitergezogen seien aber offenbar die meisten der in Südniedersachsen gestrandeten Kiebitze, die tagelang unter anderem am südlichen Stadtrand festsaßen.

Nachdem der Göttinger Vogelexperte in der vergangenen Woche auf die Not der wetterbedingt in der Region verharrenden Zugvögel aufmerksam gemacht hatte, erreichten ihn zahlreiche Hilfeangebote aus der Bevölkerung. Mittlerweile aber hätten  sich trotz anhaltender Kälte die Situation und das Nahrungsangebot auf den teils schneefreien Feldern verbessert. 

„Wenn es keine heftigen Schneefälle mehr gibt, bleibt die große Katastrophe aus“, meint Dörrie. Kleinere Verluste in ihren Populationen könnten die Vögel in ihren Brut-revieren wieder ausgleichen.

„Im Baltikum beispielsweise haben sie ideale Lebensräume“,  sagt Dörrie, „bei uns gibt es ja kaum noch Brutflächen.“ Die Auswirkungen der industrialisierten Landwirtschaft auf die Vogelwelt seien erheblich katastrophaler als die derzeitige ungewöhnliche Wetterlage. Vor allem der Ausbau von Biogasanlagen trage viel dazu bei, dass Arten wie etwa der Kiebitz aus dem Landkreis Göttingen verschwunden seien.

Dörrie: „Auf Maisäckern können die Vögel nicht brüten.“

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