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Göttingen WM-Lied aus Göttingen wird in vier Tagen knapp 12 000-mal geklickt
Die Region Göttingen WM-Lied aus Göttingen wird in vier Tagen knapp 12 000-mal geklickt
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18:15 30.05.2014
Will „das Ding“ nach Hause bringen: der Göttinger Lehrer und WM-Lied-Komponist Sebastian Kloppmann. Quelle: Hinzmann
Göttingen

Dabei sind deren Interpretationen häufig um einiges besser als die oft lieblosen Melodien und platten Texte der offiziellen WM-Lieder.

Als der Göttinger Biologie- und Religionslehrer Sebastian Kloppmann Anfang des Jahres auf seinem Keyboard herum klimpert, ist für den 52-Jährigen nicht zu erahnen, was daraus für ein Ding gedreht wird. „Das Ding“ nämlich. So heißt Kloppmanns WM-Lied mit eingängiger Melodie, zeitlosem Text, leicht poppigem Rhythmus und ganz ohne Olé, Olé.

Das Video ist bei Youtube in vier Tagen bereits knapp 12 000 mal geklickt worden. „Meine Frau Marion hat mich zu der Melodie inspiriert. Ursprünglich hätte es ein Liebeslied werden können“, erklärt Kloppmann.

„Babbas Project“

Als der gebürtige Uslarer dann in einer TV-Reklame Olli Kahns „Da ist das Ding“ hört, das der Torwart üblicherweise bei der Präsentation eines Pokals sagte, springt der Funke über. „In dem Moment war mir klar, dass ich einen Aufhänger für das Lied habe.“

Gemeinsam mit dem Musiklehrer Michael Bertram, der Leadsänger wird und ein Tonstudio besitzt, und einigen Kollegen wird der Song aufgenommen. Die Gruppe nennt sich „Babbas Project“, angelehnt an Kloppmanns Spitznamen „Babba“, den er seit früher Kindheit trägt.

Ben Weil und Simon Difabachew, Abiturienten am Otto-Hahn-Gymnasium, an dem Kloppmann unterrichtet, drehen das zugehörige Video. In dem hübsch geschnittenen und überdies witzigen Clip wirken Nachwuchsfußballer des SCW, RSV 05 und 1. SC 05 sowie die Kicker des SC Hainberg IV mit.

Genuss des Göttinger WM-Songs

Zu später Stunde sollte allerdings auf den Genuss des Göttinger WM-Songs verzichtet werden. Kürzlich ist Kloppmann von einer müden Freundin angerufen worden. Ihre Worte: „Das Lied darf man auf keinen Fall vor dem Schlafengehen hören, weil es sonst im Ohr bleibt und man wach liegt.“

Eine Ausnahme gibt es: Am Abend des 13. Juli wünscht sich Kloppmann, dass „Das Ding“ rauf- und runtergespielt wird. Denn an diesem Tag wird Deutschland Weltmeister. Daran glaubt „Babba“ ganz fest.

Von Rupert Fabig

Hier geht es zum Youtube-Video.

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