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Göttingen Annäherung der Religionen
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17:55 05.02.2018
Ditib-Moschee am Königsstieg. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

20 Frauen und Männer aus Niedersachsen sind in der Ausstellung porträtiert. Sie stehen für unterschiedliche Religionsgemeinschaften. Ziel sei es gewesen, Religionsgemeinschaften miteinander in Berührung zu bringen, sagt Jain. Eine Veranstaltung, bei der dies besonders gut gelungen sei, „ein Glanzlicht“ des Begleitprogramms sei die „lange Nacht der offenen Gotteshäuser“ gewesen. Die Türkei war gerade gegen die in Syrien lebenden Kurden militärisch vorgegangen, und die Ditib-Gemeinde sei vor dem Hintergrund einiger Anschläge auf andere Ditib-Gemeinden in Niedersachsen in der jüngeren Vergangenheit gewarnt und aufgefordert worden, sich nicht an der Veranstaltung zu beteiligen. Die Göttinger Gemeinde habe sich nicht abschrecken lassen, und die Moschee sei sehr gut besucht gewesen. Der Busfahrer habe zweimal fahren müssen. Auch die liberale jüdische Gemeinde habe sich nicht schrecken lassen. Rund 100 Besucher verzeichnete sie in ihrer Synagoge, „ohne Angst und ohne Sicherheitsvorkehrungen“, so Jain.

Noch einige Veranstaltung

Die letzten Veranstaltungen im Beiprogramm der Schau: dialogische Führung am Dienstag um 16 Uhr im Max-Planck-Gymnasium. Verlegung von Stolpersteinen, Start am Mittwoch um 13.30 Uhr vor dem Haus Weender Straße 70. Verabschiedung der Ausstellung um 17 Uhr. Filmabend um 20 Uhr im Lumière.

Die Pastorin nennt weitere Glanzlichter. Das monatliche interreligiöse Friedensgebet im „Raum der Stille“ sei diesmal von Muslimen organisiert worden und auf großes Interesse gestoßen. Auch der interreligiöse Poetry Slam habe gut funktioniert und sei sehr gut besucht gewesen.

Als wichtig bewertet Jain, dass die Ausstellung in der MPG-Aula keine Wertungen treffe und zahlreiche Schulklassen sie gesehen haben. Die Besuchszeiten seien sehr gefragt gewesen. In Göttingen läuft die Ausstellung noch bis Mittwoch, 7. Februar. Am Montag wird sie in Bremerhaven eröffnet. Und wie soll es jetzt weiter gehen im Austausch zwischen den Religionsgemeinschaften? „Wir müssen die Kontakte, die wir geschlossen haben, halten“, sagt Jain. Dazu werde es weitere Veranstaltungen geben.

Von Peter Krüger-Lenz

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