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Göttingen Zahl der erlegten Wildschweine und Waschbären „rekordverdächtig“
Die Region Göttingen Zahl der erlegten Wildschweine und Waschbären „rekordverdächtig“
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00:22 10.04.2018
Hegeschau 2018 der Jägerschaft Göttingen im Gasthaus Kesten. Quelle: bib
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Güntersen/Göttingen

Mehr Wildschweine als je zuvor: Das ist die Bilanz der Jägerschaft Göttingen. Rund 140 Waidleute haben sich am Sonnabend im Gasthaus Kesten zur jährlichen Hegeschau getroffen - und die Bilanz des abgelaufenen Jagdjahres gezogen.

60 Prozent mehr Schwarzwild

Rund 6400 Stücke Schwarzwild haben die Jäger im gesamten Landkreis Göttingen zur Strecke gebracht. 3843 davon erlegten die Mitglieder der Jägerschaft Göttingen, die den Bereich des Altkreises Göttingen umfasst. Diese Zahlen steht im entsprechenden Streckenbericht, den der Vorsitzende der Göttinger Jägerschaft, Dieter Hildebrandt, präsentierte. „Im Jahr zuvor waren es noch 3843 Wildschweine”, so Hildebrandt. 60 Prozent mehr Schwarzwild, das sei rekordverdächtig. Angesichts der afrikanischen Schweinepest, die sich in Osteuropa ausbreitet, sprach Kreisrätin Marlies Dornieden in ihrem Grußwort von einer „Wildschwein-Problemlage”. Um den Jägern eine Bestandskontrolle zu erleichtern, dafür sei mit einem Kreistagsbeschluss bereits die Schonzeit für Schwarzwild ausgesetzt worden. Seit März ist die Jagd ganzjährig möglich. Und noch eine Nachricht hatte Dornieden für die Jäger: „Die Kosten für die Trichinenschau werden ab 15. April von 9,50 auf fünf Euro gesenkt”, so Dornieden. Das gehe auf eine Forderung der Jäger zurück. Hildebrandt sprach von einer „guten Nachricht”. Der Jäger und Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht (CDU) sagte: „Wir tun viel Gutes”. Er nannte die Jäger „die Polizei des Waldes”.

Waschbärenhochburg Göttingen

Die Zahl der erlegten Wildschweine im abgelaufen Jahr ist ebenso rekordverdächtig wie die der Waschbären. Göttingen ist seit Jahren die niedersächsische Hochburg der pelzigen Räuber. 1214 Exemplare finden sich im Streckenbericht der Göttinger Jägerschaft. Im Vorjahr waren es noch 936 Waschbären. Im Streckenbericht werden nicht nur die geschossen Tiere aufgeführt, sondern auch das so genannte Fallwild. Das sind beispielsweise Waschbären, die auf der Straße überfahren werden. „Bei den anderen Tieren sind unsere Zahlen weitgehend stabil geblieben“, so Hildebrandt. Eine leichte Steigerung von 639 auf 690 gab es bei den Füchsen, einen leichten Rückgang von 1743 auf 1548 beim Rehwild. Auch Dachse finden sich weniger im Streckenbericht, es waren im vergangenen Jagdjahr 110 statt 155 im Jahr zuvor. Ein weiterer Einwanderer, der in anderen Teilen Niedersachsens auf dem Vormarsch ist – der Marderhund – ist im Gegensatz zum Waschbären im Bereich Göttingen weiterhin kein Thema. Nur ein überfahrenes Exemplar wurde gefunden.

Von Britta Bielefeld

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