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Göttingen Weender Freibad wird zum Hafen
Die Region Göttingen Weender Freibad wird zum Hafen
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00:19 09.05.2013
Großer Andrang, große Schiffe: Zur Modellausstellung im Weender Freibad kommen mehr als 1500 Besucher. Quelle: Heller
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Weende

Grund für den Auflauf ist vielmehr die Modellausstellung, die der Förderverein Freibad Weende mit dem Modellbauverein RMC Göttingen veranstaltet. Und zu bestaunen sind nicht nur Schiffe im Kleinformat, sondern auch Trucks und Eisenbahnen. Eberhard Gramsch, Vorsitzender des Fördervereins schaut dem Treiben zufrieden zu. „Wir gehen von 1500 Besuchern aus. Das ist schon eine tolle Sache“, sagt er.

Paul Sandro Merino steht derweil mit einer großen Fernsteuerung um den Hals am Beckenrand und steuert ein Polizeiboot. „Das ist von meinem Vater. Wir sind beide im RC Modellbauclub“, erklärt der Elfjährige und lässt den Motor der „Bremen“ aufheulen. „Das Schiff hat noch mehr Funktionen“, ergänzt er stolz, und lässt es hupen und Wasser spritzen.

Auch andere Kinder dürfen an diesem Tag mal ein Boot steuern. Sie können sogar ein Kapitänspatent erwerben. Dafür müssen sie lediglich eine Boje bergen. Das schaffen am Ende immerhin 80 Mädchen und Jungen.

Im Kinderbecken, das noch nicht mit Wasser gefüllt ist, zeigt das Mini-Truck-Team Rosdorf Bagger, Landmaschinen und Rettungsfahrzeuge. Und die Modellbauer aus Bad Sooden-Allendorf haben rund 120 Meter Gleise für ihre Züge aufgebaut.

Eine der Attraktionen ist das riesige Schlachtschiff „Le Protecteur“ von Michael Nöhre. 1,90 mal 1,30 Meter misst das Schiff, das Nöhre in mühevoller Kleinarbeit zusammengesetzt hat. „Kein Bausatz, alles Marke Eigenbau“, sagt er. Die Besucher Simon Voß, Wiebke Hönicke und Heike Voigt loben die Ausstellung. „Mein zweijähriger Sohn findet es besonders toll. Und auch für mich ist es bei dem Wetter hier sehr schön“, sagt Voigt.

Um schon am Sonntag genügend Wasser unter die Kiele der Boote der Modellausstellung zu bekommen, sprang am Freitagabend übrigens die Weender Feuerwehr ein. Sie legte eine Schlauchleitung und pumpte Wasser ins Becken. Die alte Wasserleitung vom Weendespring-Quellteich zum Freibad setzt sich nämlich langsam zu.

Das Quellwasser braucht lange, um die Becken zu füllen. Die alte Leitung wurde 1954 mit dem Bau des Freibades verlegt. „Wir gehen von Kalkablagerungen aus“, erklärt Stadtwerke-Sprecher Klaus Plaisir. „Wir sind dankbar für die Hilfe der Weender Feuerwehr“, sagt der Geschäftsführer der städtischen Sport und Freizeit GmbH (GoeSF), Alexander Frey. Das Weender Freibad soll voraussichtlich am Mittwoch, 15. Mai, öffnen.

Von Andreas Fuhrmann und Gerald Kräft

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