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Göttingen Weihnachten auf Erden
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17:45 23.12.2012
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Ein ähnlicher Gedanke bei Martin Luther: „Es war einmal ein frommer Mann, der wollte schon in diesem Leben in den Himmel kommen. Darum bemühte er sich ständig in den Werken der Frömmigkeit. So stieg er auf der Stufenleiter der Vollkommenheit immer höher empor, bis er eines Tages mit seinem Haupte in den Himmel ragte. Aber er war sehr enttäuscht: Der Himmel war dunkel, leer und kalt. Denn Gott lag auf Erden in einer Krippe.“

Weihnachten feiern heißt, jenen eine Heimat bieten, die heimatlos sind; jenen eine Freude bereiten, die ohne Freunde sind; jene beglücken, die einsam sind.

Und diese Menschwerdung Gottes ist kein selbstsüchtiger spontaner Ausflug auf die Erde – Gott bleibt Mensch und auf der Erde bis zum bitteren, tödlichen Ende am Kreuz. Er hat nicht das Ziel, eigennützige göttliche Interessen zu befriedigen oder ein kurzfristiges himmlisches Zeichen zu setzen. Gott wird Mensch, weil er – wie es uns der weihnachtliche Engelchor zusingt – an uns Menschen „ein Wohlgefallen“ hat, weil er der Erde und uns Menschen in alle Zerrissenheit hinein „Frieden“ schenken will.

Gott kommt als „Heiland“ zur Welt, weil er Heil für die Welt und für die Menschen will. Gott verlässt sein Himmelreich, damit für uns Menschen all die dunklen und kalten Nächte auf Erden niemals mehr „Gott-verlassen“ sein müssen. Gott wurde Mensch nicht sich selbst, sondern „uns Menschen zugute“! Das Geschehen von Weihnachten bindet also mit der Botschaft von der Menschwerdung Gottes das himmlische Gottesreich untrennbar und gleichsam „auf ewig“ an die irdische Menschenwelt.

Also gehören Krippe, Kreuz und Auferstehung zusammen. Weihnachten und Ostern gleichermaßen.

Weihnachten geschieht daher nicht ohne unser Zutun auf dieser Erde. Es liegt an uns, mit anderen zu teilen: unsere Aufmerksamkeit, unser Verständnis, unsere Zeit!

Ich wünsche uns allen eine gute, eine gesegnete Weihnachtszeit.

Von Dechant Wigbert Schwarze, Göttingen

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