Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Weinmiller Architekten bauen in der Weender Straße
Die Region Göttingen Weinmiller Architekten bauen in der Weender Straße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:27 25.09.2018
Weinmiller Architekten aus gewinnen Wettbewerb für Neubau Weender Straße 80. Quelle: r
Göttingen

Frühestens Ende des Jahres kann der Abriss des ehemaligen Gothaer-Hauses an der Ecke von Weender Straße und Jüdenstraße in der nördlichen City beginnen. So sieht es der derzeitige Plan der Development Partner vor. Mitte 2019 könnte danach dann der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses an prominenter Innenstadtlage starten. Für die Hochbauarbeiten rechnet Development Partner mit einem Zeitraum von rund 18 Monaten. Derzeit laufe bei der Stadt Göttingen das vorhabenbezogene Bebauungsplanverfahren, heißt es in einer Mitteilung der Düsseldorfer Projektentwickler.

„Der Bebauungsplan kann ins Verfahren gehen“, erklärt Verwaltungssprecherin Nina Winter. Derzeit liefen noch Verhandlungen für den städtebaulichen Vertrag.

Das "Sägezahnhaus", das ehemalige Gothaer Haus, an der Weender Straße soll demnächst abgerissen werden. Quelle: Christoph Mischke

Vorstellung bereits im Juni

In der Mitteilung vom Dienstag bestätigt Development Partner die Berliner Weinmiller Architekten als Sieger eines Wettbewerbes für die Gestaltung des „Premium-Geschäftshauses“. Bereits im Juni hatten Architektin Claudia Eckhoff und Projektleiterin Maike Müller den Siegerentwurf im Bauausschuss des Rates vorgestellt.

Die Pläne für das 3150 Quadratmeter große Grundstück sehen „ein Wohn- und Geschäftshaus für höchste Ansprüche“ vor. Auf rund 7200 Quadratmetern soll es für den Einzelhandel Platz bieten, mehr als 3500 Quadratmetern sind für 40 bis 45 zwischen 30 und 100 Quadratmeter große Mietwohnungen in den Obergeschossen vorgesehen. Eine Quote für günstigen Wohnraum, wie bei anderen Neubauprojekten, gibt es hier nicht. Zudem gehören 37 Stellplätze in einer Tiefgarage zu dem Vorhaben gegenüber dem Einkaufscenter Carré.

Dreistöckig mit Giebeldach

Die geplante neue, kleinteilig gegliederte Gebäudefront beträgt 32 Meter zur Weender Straße und 40 Meter zur Jüdenstraße. Die Straßenecke wird dominiert von einem dreistöckigen Gebäude mit einem spitzen Giebeldach. Ein zweites Gebäude mit Flachdach schließt sich im hinteren Grundstück nahe der Reformierten Gemeinde an. Die beiden Gebäuderiegel teilen sich mit Erd- und ersten Geschoss einen Sockel, in dem der Einzelhandel Platz finden soll.

Das Gothaer Haus: Stadtbaurat Dienberg hält es für eine „bauliche Fehlentwicklung aus den 70er Jahren“. Quelle: Christina Hinzmann

Aus Sicht der Düsseldorfer Investoren sei der nördliche Bereich der Weender Straße vom Stadtkern bis zum Carré in den vergangenen Jahren durch Neuansiedlung „attraktiver“ Filialunternehmen erheblich aufgewertet worden, urteilt Development Partner über den Standort. Das neue Projekt werde diesen Teil der Göttinger Handelslage zusätzlich positiv beeinflussen, so die Einschätzung.

Korrektur für „bauliche Fehlentwicklung“

Eine sechsköpfige Jury, besetzt mit Vertretern der Stadt Göttingen aus Politik und Verwaltung, des Bauherren sowie Architekten, hatte den den Entwurf des Büros Weinmiller Architekten als Sieger gekürt. „Über die Auswahl des ersten Preisträgers freue ich mich sehr“, sagt Göttingens Stadtbaurat Thomas Dienberg. „Das Büro Weinmiller aus Berlin hat einen im Detail sehr sorgsam geplanten, maßstabshaltenden Gebäudeentwurf vorgelegt, welcher eine bauliche Fehlentwicklung aus den 70er Jahren in unserer Innenstadt nun endlich korrigiert.“

Auch die Politik hatte den Siegerentwurf bei seiner Vorstellung im Bauausschuss gelobt. Einziger Kritikpunkt am Entwurf: Es gibt nach Einschätzungen der Baupolitiker zu wenig Abstellplätze für Fahrräder.

Abstellplätze im öffentlichen Raum

Diese Abstellplätze sind nach Angaben von Verwaltungssprecherin Winter im Bebauungsplan auch gar nicht vorgesehen: „Möglichst viele Fahrradstellplätze sollen im öffentlichen Straßenraum im Bereich der Weender Straße und der Jüdenstraße realisiert werden, Development Partner beteiligt sich an den Kosten.“ 

Seit dem Jahr 2001 entwickelt Development Partner nach eigenen Angaben bundesweit innerstädtische Geschäftshäuser in sogenannten 1a-Lagen von Einkaufsstädte. Im Segment der Büroimmobilien richte das Unternehmen seinen Blick auf „die nachhaltig guten Lagen in den Top-Sieben-Regionen in Deutschland“.

Von Michael Brakemeier

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Was machen eine auf Elektroantrieb umgerüstete sowjetische Limousine und ein hochmoderner Tesla S auf dem Parkplatz des „Kauf Parks“ in Göttingen? Sie nehmen an einer Elektro-Rallye teil.

28.09.2018

Etwa 800 Schüler, Eltern und Lehrer haben am Dienstagnachmittag in Göttingen gegen Pläne der Stadt demonstriert, zwei Jahrgänge der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) in eine Außenstelle auszulagern.

25.09.2018

Die Göttinger Polizei hat am Dienstagmorgen zwei Wohnungen in Göttingen durchsucht. Hintergrund ist der Verdacht auf Werbung für die Terrormiliz Islamischer Staat.

28.09.2018