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Göttingen Polizei befreit Welpen aus Auto
Die Region Göttingen Polizei befreit Welpen aus Auto
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20:35 02.08.2018
Hunde sollten im Sommer nicht im geparkten Auto eingesperrt werden. Quelle: dpa
Göttingen / Einbeck

Am Dienstagnachmittag wurde die Polizei in Einbeck alarmiert. Ein Passant meldete, dass auf dem Gelände einer Tankstelle am Altendorfer Tor ein Welpe in einem Auto eingesperrt war. Die Außentemperaturen lagen bei über 30 Grad, der Wagen stand nur zum Teil im Schatten, ein Fenster war leicht geöffnet. Von der Hundehalterin keine Spur.

Die Beamten handelten schnell. Sie öffneten das Fahrzeug, befreiten den Hund und versorgten ihn mit Wasser. Anschließend wurde im benachbarten Supermarkt das Kennzeichen des Fahrzeugs ausgerufen. Auf die wenig später erscheinende Hundehalterin wartet ein Ordnungswidrigkeitsverfahren nach dem Tierschutzgesetz. Dass sie sich einsichtig zeigte, half weder ihr noch dem Hund, der nach ihren Angaben 20 Minuten in dem heißen Wagen verbracht hatte.

50 Grad im Wageninneren

Laut einer Untersuchung der University of Georgia reicht diese Zeit aus, um die Temperatur im Wageninneren bei derzeitiger Wetterlage auf knapp 50 Grad Celsius aufzuheizen. Schon nach zehn Minuten ist ein Temperatursprung von zehn Grad zu verzeichnen. Den Wagen im Schatten abzustellen oder ein Fenster zu öffnen, ändert laut Studie an den gefährlichen Maximalwerten kaum etwas.

Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme und Kreislaufversagen führen im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres, warnt der Tierschutzbund. Wer ein Tier bei Hitze im Auto zurücklässt, handele verantwortungslos und verstoße gegen die Tierschutzverordnung. Im Gegensatz zum Menschen könnten sich Hunde und Katzen nicht durch Schwitzen über die Haut Kühlung verschaffen und seien deshalb gegenüber Hitze sehr empfindlich.

Im Erstfall können Polizei und Feuerwehr helfen

Und wie können Passanten reagieren, wenn sie ein eingesperrtes Tier entdecken? Sie sollten, wie im jüngsten Fall in Einbeck geschehen, die Polizei oder auch die Feuerwehr informieren, um das Auto öffnen zu lassen. Allerdings muss nachweislich nach dem Fahrzeughalter gesucht werden. Wer sich dazu entschließt, ein leidendes Tier auf eigene Faust aus einem Auto zu befreien und beispielsweise eine Scheibe einzuschlagen, riskiert eine Anzeige wegen Sachbeschädigung. Sollte sich das Tier allerdings nachweislich in Todesgefahr befinden, liegt ein entschuldigender Notstand vor.

Die gute Nachricht zum Schluss: Die südniedersächsischen Tierhalter sind offenbar mehrheitlich sehr um das Wohl ihrer Vierbeiner bemüht. Bei der Göttinger Polizei ist während des Hochsommers noch kein einziger Fall gemeldet worden.

Von Markus Scharf

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