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Göttingen Windräder auf der Tillyschanze in Hann. Münden
Die Region Göttingen Windräder auf der Tillyschanze in Hann. Münden
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17:55 11.03.2013
Demnächst 200 Meter hohe Windräder im Bereich der Tillyschanze? Quelle: Archiv
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Hann․ Münden

So sehe jedenfalls die derzeitige Planung des Regierungspräsidiums Kassel aus. Zwei Drittel der Vorranggebiete für Windenergie, insgesamt 9600 Hektar, befänden sich gemäß des Entwurfs für den „Teilplan Wind“ im Reinhardswald, der bis an die Stadt Hann. Münden reicht. Dort ließen sich insgesamt 400 Windkraftwerke errichten.

Neben dem Eingriff ins Landschaftsbild beunruhigt Pflum die Auswirkungen auf den Flugverkehr. Die Einflugschneise des neuen Flughafens Kassel-Calden beginne bei der Tillyschanze. Der Stadtplaner hält es für „unverständlich“, ausgerechnet dort hohe Bauwerke zu errichten.

Der Höhenunterschied zu den einfliegenden Flugzeugen betrage „nur 250 bis 400 Meter“. Bei Problemen könnten die Flugzeuge die Windräder umfliegen und die Route über die Innenstadt wählen. Pflum: „Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden.“

Vom „Teilplan Wind“ sind nach Darstellung des Stadtplaners auch andere niedersächsische Orte im Bereich von Weser und Werra betroffen, etwa Mollenfelde, Oberode und Bursfelde. Auch dort sei auf hessischer Seite der Bau von 200 Meter hohen Windrädern geplant.

Noch andere Planungen

Die Stadt Hann. Münden will die Nordhessen nun über die Lebensräume von Schwarzstörchen und Rotmilanen informieren. Offiziell beteiligt ist sie am Anhörungsverfahren, das vom 15. März bis 14. Mai läuft, nicht.

Noch eine andere Planung der Nordhessen hat Auswirkungen auf die Mündener. Das Kasseler Unternehmen Kali + Salz prüft derzeit die Verlegung einer Rohrleitung zur Ableitung ung von Salzabwässern parallel zur Starkstromtrasse. „Die Leitung verläuft in unserem Bereich größtenteils durch den Wald“, sagte Pflum.

Während der Bauphase müssten die Bäume auf einer Breite von 45 Metern fallen, damit Kräne die Rohre verlegen könnten. Ein zehn Meter Streifen müsse dauerhaft freigehalten werden. Die übrigen Flächen würden wieder aufgeforstet. Entlang der Trasse würden zudem wahrscheinlich Pumpstationen errichtet. Die Abwässer sollten am Ende entweder in die Oberweser oder in die Nordsee eingeleitet werden.

Von Michael Caspar

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