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21:34 09.11.2018
Markus Scharfs Familie hat in den vergangenen fünf Tagen vier Arbeiten und eine Buchvorstellung geschrieben. Quelle: Christina Hinzmann
Göttingen

Soeben hat der Bundestag beschlossen, Eltern entlasten zu wollen. Es soll mehr Geld für Kinder geben. Wenn Sie also verkaufen wollen. Schlechter Scherz zum Einstieg. Nach Abschluss einer weiteren pädagogisch anspruchsvollen Woche muss ich aber gestehen, es gibt Momente, da finde ich das nicht ganz so abwegig. Und bevor nun völlig zu Recht die nächste Welle des Unverständnisses über meinem Kopf zusammenbricht, hier mal wieder ein kleiner Einblick.

Wir haben in den vergangenen fünf Tagen vier Arbeiten geschrieben, dazu eine Buchvorstellung. Das ist zu viel – für eine Familie. Da helfen auch diese motivierenden Droh- und Abrechnungsmails aus dem Lehrerzimmer nicht weiter. Kennen Sie die nicht? Das sind die digitale Nachfolger des blauen Briefs und vermutlich die einzig richtige Antwort auf Eltern-WhatsApp-Gruppen.

„Forget, forgot, forgotten“  

Aber von vorn: Montag Englisch. Simple Past und Past Perfect bei unregelmäßigen Verben. Bevor wir dem Schulkind glaubhaft versichern konnten, dass man Vokabeln auswendig lernen muss, war der child schon in the fountain gefallen. Ich hatte es mit „teach, tought, tought“ versucht, er mit „forget, forgot, forgotten“. Dienstag: Geschichte. Habe ich studiert, kann ich, dachte ich. Offensichtlich sind Wissenslücken erblich.

Mittwoch die Buchvorstellung. Ich fand sie gut. Die Lehrerin kommentierte, man möge das bitte beim nächsten Mal handschriftlich machen, damit sie sehen kann, wer die Arbeit geschrieben hat. Das wird nicht klappen, meine Handschrift ist eine Katastrophe. Mathe am Donnerstag war eine ehrliche Niederlage. Der Gegner war zu stark. Und während wir am Freitag die Englisch-Arbeit wiederholen durften und die Eltern-WhatsApp-Gruppe bereits rot glühte, schwang sich Junior zufrieden aufs Sofa und verkündete: „Nächste Woche schreiben wir nichts. Da müsst ihr nicht lernen.“ Hätte in dem Moment einer Geld geboten, ich hätte es genommen.

Von Markus Scharf

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