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Göttingen Herbst-Blues, Vol. III: panta rhei – alles fließt
Die Region Göttingen Herbst-Blues, Vol. III: panta rhei – alles fließt
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19:10 12.10.2018
Wie kommt das Wasser in den Neubau der Göttinger Sparkassenzentrale? Quelle: Hinzmann
Göttingen

Achtung, Füße hoch! Extremer Flachwitz auf 10 Uhr: Wie nennt man einen Menschen, der mit dem Neubau einer Sparkassenzentrale in Südniedersachsen beschäftigt ist, im Arabischen? Richtig: bin baden.

Nun ist jemandem, der Schaden hat, in der Regel Spott gewiss, in diesem Fall sicher aber auch Neid. Buchstäblich aus heiterem Himmel mal eben über ein paar Stockwerke reichlich Nässe in die Tiefe ziehen zu lassen – davon träumt das Göttinger Landvolk. Woher die Wassermassen im Sparkassenneubau in Göttingen stammen, ist derzeit immer noch offen. Am Vorstand kann’s eigentlich nicht liegen, er kann die Quelle des Übels nicht sein. Das Leitungsgremium hat aktuell nur ein Mitglied. Da kann man nicht von

Christoph Oppermann Quelle: Hinzmann

einem Wasserkopf sprechen. An der Ursprungsplanung für den Neubau kann der Schaden auch nicht festgemacht werden, schließlich sind die fünf Bäder, die – jetzt wissen wir auch, warum – korrekt „Nasszellen“ zu nennen sind, aus weiteren Plänen gestrichen worden. Oder? Da Wasser freiwillig üblicherweise nicht von unten nach oben fließt und der Sparkassenneubau auch nicht in einem Hafenbecken steht, sondern allenfalls Gefahr läuft, von achtern etwas zu viel Zug zu bekommen, muss die Ursache wohl doch weit oben gesucht werden. Konnte jemand das Wasser nicht halten? Hat da jemand Gold gewaschen? Hat ein Mitarbeiter das Phänomen des Wasserzeichens im Papier falsch verstanden? Fragen über Fragen. Mit angehaltenem Atem erwarten wir die Antworten in den nächsten Tagen.

Nicht ganz rund läuft’s hingegen im Brägen des oder der Unbekannten, der/die Fußballerinnen der SG Grone/Sieboldshausen heimlich beim Duschen gefilmt hat. Meine Herren, ist das Panne. Wünschen wir der Polizei Göttingen schnellen Erfolg beim Aufklären dieses widerlichen Vorganges. Und auch, wenn man dem Impuls nie nachgeben sollte: den Täter oder die Täterin anschließend am Gänseliesel mit Katzendreck bewerfen.

Edmund Stoiber ist die Erkenntnis zu verdanken, dass Wasser und eigenwillige Gedanken denselben Naturgesetzlichkeiten unterliegen. Beides sucht sich seinen eigenen Weg, und der ist in der Regel nicht lotrecht. Der Ex-Regierungschef erklärte die schlechten Umfragewerte seiner CSU mit den zahlreichen Menschen, die in den vergangenen Jahren nach Bayern gezogen seien, weil dort alles so toll sei. Leider hätten die Neuankömmlinge noch nicht begriffen, wie sehr das alles an der CSU hänge. War klar, Bayern hat ein Integrationsproblem. Überrascht mich nicht. Aber was wollen wir von jemandem erwarten, der seine Frau „Muschi“ nennt?

Den Gruß zum Wochenende finden wir thematisch recht passend bei Harry Rowohlt: „Vielen Dank, schönen Gruß, allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser im Bidet.“

PS: Hinweis an Medienanwälte: Das hier ist Satire. Sätze mit Ironie.

Sie erreichen den Autor unter

E-Mail:
c.oppermann@goettinger-tageblatt.de

Twitter:https://twitter.com/tooppermann

Facebook:https://www.facebook.com/christoph.oppermann

Von Christoph Oppermann

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