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Göttingen Wochenendkolumne: Kaufen wir Blumen!
Die Region Göttingen Wochenendkolumne: Kaufen wir Blumen!
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00:18 13.05.2013
Kaufen wir Blumen! Quelle: Hinzmann
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Und um es vorweg zu nehmen: Kochtöpfe, Geschirr und Besteck sind keine geeigneten Gaben zu diesem Anlass. Auch wenn man damit eigentlich die Bewunderung für die Kochkunst der Beschenkten und nicht die eigene Hilflosigkeit beim Kauf von Geschenken zum Ausdruck bringen will.

Kaufen wir Blumen! Passt fast immer. Und außerdem ehren wir damit die Initiatoren dieses Feiertags: Denn es waren – zumindest in Deutschland – tatsächlich die Floristen, genauer der Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber, die im Jahre 1923 mit einer groß angelegten Werbekampagne dem Muttertag den Weg bereiteten.

„Ehret die Mutter“, lautete der Slogan damals. Ehren wir also – Mütter und Blumenhändler. Übrigens gibt der Durchschnittsdeutsche 25 Euro zum Muttertag aus. Von hochpreisigeren Geschenken sei an dieser Stelle abgeraten, das verdirbt die Preise. Es sei denn, das heimische Klima hat sich seit Donnerstag übermäßig abgekühlt.

Apropos Abkühlung. Die Herrschaften Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie stehen vor der Tür. Dabei handelt es sich nicht etwa um die nächste klerikale Prominenz, die einer Einladung ins Eichsfeld folgt, sondern natürlich um die Eisheiligen. Die Bischöfe und Märtyrer aus dem 4. und 5. Jahrhundert zeichnen seither für die letzten Wetterkapriolen des Frühlings vom 11. bis 15. Mai verantwortlich.

Und tatsächlich deuten die Vorhersagen für die kommenden Tage vorsichtig nach unten: Kühles Wetter mit erhöhter Niederschlagswahrscheinlichkeit über Göttinger. Na, dankeschön. Dafür gibt es keine Blumen.

Liebe Mütter und die, die ebenfalls die berechtigte Befürchtung haben, Küchenzubehör geschenkt zu bekommen. Helfen Sie uns. Sie müssen sich ja die Blumen nicht gleich selbst mitbringen. Aber für dezente Andeutungen wie „Rosen fand ich schon immer doof“ sind wir dankbar. Sie könnten auch Vorschläge zur Gestaltung des Muttertags einstreuen.

Glücklicherweise gibt es am Wochenende reichlich Angebote, bei denen man außerdem den komischen Heiligen die kalte Schulter zeigen und sich überdacht und gegebenenfalls mit der ganzen Familie amüsieren kann.

Natürlich steht Göttingen seit Freitagabend ganz im Zeichen der Internationalen Händel-Festspiele – in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt „Orient“. Zum Schnuppern bietet sich der Familientag am heutigen Sonnabend in der Innenstadt an. Darüberhinaus sind für die meisten Veranstaltungen bis zum 20. Mai noch Karten zu bekommen.

Als weniger musikalische Alternative wäre am Sonntag auch noch der 13. Internationale Museumstag zu nennen, an dem sich zahlreiche Museen und Sammlungen der Region mit Programm beteiligen. Oder aber Sie folgen dem Ruf der Hasenmelker zum Stadtfest nach Dransfeld. Ebenfalls am Sonntag und auch das absolut muttertagskompatibel.

Ich wünsche Ihnen und ganz besonders meiner Mutter einen wunderschönen Tag.

Von Markus Scharf

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