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Göttingen Zierfischbörse in Göttingen
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00:28 18.04.2018
Zierfischbörse des AAL-Aquaristischen Arbeitskreises Leinetal in Göttingen: Marc-Andre und Leo-Maurice bestaunen die Schwertträger. Quelle: Niklas Richter
Göttingen

Erfahrene Aquarianer stellten nach Veranstalterangaben ihre Zuchterfolge zur Schau, tauschten sich über Erfahrungen aus und konnten durch Kauf oder Tausch ihren Fischbestand erweiterten. Erhältlich waren Hingucker wie der Siamesische Kampffisch, der Segelflosser und der Tiger-Endler. Vom schnellen Kauf riet AAL-Börsenwart Reinhard Kotzan jedoch ab. Zunächst solle man seine häuslichen Wasserwerte in Erfahrung bringen und dann Fischfamilien auswählen, die dazu passen. Dazu könne man sich von den Vereinsmitgliedern beraten lassen.

40 bis 60 Becken im Keller

Das Wohnzimmer-Aquarium erfüllt bei echten Aquarianern zumeist rein dekorative Zwecke. Die Zuchtanlagen befinden sich eher im Keller. Mit seinen 21 Becken gehöre seine Sammlung zu den kleineren des Vereins, sagte Kotzan, Standard seien 40 bis 60 Becken. Er hat sich auf Tanganijkas und Guppys spezialisiert und zeigt sich besonders begeistert von den Endler-Guppys, die in großer Zahl auf der Fischbörse vertreten sind. Es handelt sich dabei um eine in Deutschland relativ neue Guppyart, die erstmals in einer Lagune Venezuelas gefischt wurde, erklärt der Fachmann.

Klaus Bornemann fischt von Kunden gewünschte Fischche aus einem Aquarium. Quelle: Niklas Richter

In den letzten zwanzig Jahren sei sie vermehrt gezüchtet worden, sodass heute viele farbprächtige Rassen auf dem Markt seien, ergänzte Kotzan. Gerade für Kinder seien sie interessant, weil der Nachwuchs bereits im Mutterleib schlüpfe und die Geburt so beobachtet werden könne.

Viele der Vereinsmitglieder kooperierten mit Schulen und Kindergärten, die Aquarien haben. Wenn sich Kinder mit Fischen beschäftigen, bekämen sie automatisch ein Verständnis für Biologie, Wasserchemie, Geografie und Verhaltensforschung, so Kotzan. Dabei müsse man jedoch darauf achten, dass das oft kleine Aquarium nicht überbesetzt werde, wenn ein Kind immer neue Arten wolle.

Trend zur Nanoaquaristik

„Man kann mit Fischen kein Konfetti machen. Die Fische in einem Becken müssen aus einem Gebiet kommen und zu dem gleichen Wasser passen“, betont Andreas Wolf, Hobby-Aquarist aus Werningerode, der auf der Fischbörse seine Zucht anbietet. Der Trend gehe jedoch zu Kleinstbecken ab zwölf Litern Volumen, der sogenannten Nanoaquaristik. Kotzan sieht das kritisch. Artgerechte Haltung sei dann nur möglich, wenn man sich auf eine einzelne Art und eine geringe Anzahl von Fischen beschränke.

Um ein Refugium zu schaffen, das den natürlichen Bedingungen in den Herkunftsgewässern der Fische entspricht, setzen Aquaristen Belüfter, Heizer, Filter und Strömungspumpen ein. Die Weite der Flüsse, Seen und Meere kann das nicht imitieren, allerdings entfallen auch Stressfaktoren wie Fressfeinde und Futterknappheit. Für Felix Quade ist die Aquaristik auch ein Beitrag zum Naturschutz: „In Südostasien zum Beispiel gibt es viele Teiche und Bäche, in denen Arten einmalig existieren. Da wird einmal neugebaut und schon ist die Art weg.“

Von Katharina Meyer

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