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Göttingen Mehr Geld für den öffentlichen Nahverkehr
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18:48 12.09.2018
Der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) hat neue Büroräume in Göttingen eröffnet. Quelle: Max Brasch
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Göttingen

Etwa 150 Personen waren zum Neubau in der Jutta-Limbach-Straße direkt an den Bahngleisen gekommen, darunter Vertreter von Politik und Gesellschaft. Begrüßt wurden sie von Christel Wemheuer, Vorsitzende der Verbandsversammlung des ZVSN. Der Umzug in das neue Gebäude sei notwendig geworden, weil der Verband mehr Mitarbeiter beschäftigen müsse. Mobilität sei eines der wichtigsten Themen im ländlichen Raum und bedeutsam für die Entwicklung der Kommunen. „Wir wollen vom Verkehrsdienstleister zum Mobilitätsdienstleister werden“, sagte Wemheuer. Früher seien vorwiegend Schüler und Rentner die Busse angewiesen gewesen, in Zukunft möchte die ZVSN auch für andere attraktiver werden, so Wemheuer. Dafür setze der Verband auf Konzepte mit verschiedenen Verkehrsmitteln und flexibleren Angeboten. Besonderes erfreut sei man beim Verband aber über den möglichen Beitritt des Landkreises Holzminden zum ZVSN.

Die Northeimer Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos) betonte, dass die Zukunft des Nahverkehrs gemeinsam weiterentwickelt werden müsse. „Wir müssen mit den Angeboten für den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) die Menschen erreichen. Dafür brauchen wir neue Ideen und Konzepte für innovative Mobilität“, fügte Klinkert-Kittel hinzu. Dabei lobte sie ausdrücklich den neu eingerichteten nächtlichen Busverkehr. Dieser soll es jungen Menschen auf dem Land ermöglichen, Unterhaltungsangebote in den Städten wahrzunehmen, ohne auf ein Auto angewiesen zu sein. Als Beispiel nannte Klinkert-Kittel die „Einbecker Nachteule“. Der Bus verbindet am Wochenende zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens die Städte Einbeck, Northeim und Göttingen.

Landrat Bernhard Reuter (SPD) betonte den Gegensatz zwischen den dynamischen Oberzentren einerseits und dem von Abwanderung betroffenen ländlichen Raum andererseits. „Der Ausbau des ÖPNV ist ein wichtiger Schritt im Kampf für die Lebensqualität auf dem Land“, sagte Reuter. Dabei sei es wichtig, die Organisation des Nahverkehrs intelligenter zu gestalten und die verschiedenen Angebote zu vernetzen. Dies sei eine teure Herausforderung, bei der auch Hilfe vom Land und vom Bund benötigt würde. Der ÖPNV sei „chronisch unterfinanziert“, aber für die Entwicklung des ländlichen Raums unverzichtbar.

Der Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) merkte an, dass sich der ÖPNV an den Fahrgästen orientieren müsse, wenn er von mehr Menschen genutzt werden solle. „Der Nahverkehr muss für die Fahrgäste komfortabel zu Nutzen sein, dabei spielen auch die Häufigkeit und die Taktung der Fahrten eine Rolle“, so Köhler. Er freue sich, dass sich an kommenden Projekten auch die Gemeinden Rosdorf und Bovenden finanziell beteiligen wollen, sagte Köhler. Um die Herausforderungen des ÖPNV meistern sei es der erste wichtige Schritt, dass der ZVSN nun personell und räumlich besser ausgestattet sei.

Von Max Brasch

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