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Göttingen Göttingen: Absage für IWF als Notunterkunft
Die Region Göttingen Göttingen: Absage für IWF als Notunterkunft
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21:47 20.11.2013
Andere Perspektive: Flüchtlinge könnten Bauentwicklung stören. Quelle: Hinzmann
Göttingen

Die Stadtverwaltung hingegen winkt ab. Der erforderliche Umbau sowie die Ausstattung mit ausreichend Toiletten und anderen Versorgungseinrichtungen sei zu teuer. Die Stadt suche zwar händeringend Unterkünfte für Studenten und Flüchtlinge, die Göttingen in den kommenden Jahren zusätzlich aufnehmen werde, erklärte Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck.

Der Umbau von Gewerbe- und Büroimmobilien wie das IWF sei allerdings mit so hohen Investitionen verbunden, dass diese Option ausscheide. Hinzu komme, dass das IWF-Gelände langfristig für eine neue Wohnbebauung entwickelt werden solle. Diese – ebenfalls städtischen – Pläne „werden wir nicht selbst torpedieren“.

Umbau von Immobilien

Zugleich ergebe es wenig Sinn, ohne langfristige Perspektive viel Geld in den Umbau von Immobilien zu investieren. Das tut die Stadt unter anderem in der Weststadt. Im Bereich Königsstieg und Groner Landstraße renoviert sie mehrere städtische Häuser, die lange leer standen und verfallen sind.

Dort sollen vor allem Bürgerkriegsflüchtlinge einziehen. Für die Grundsanierung hat der Rat bereits überplanmäßig 376 000 Euro freigegeben.

Mit der Wohnbebauung auf dem IWF-Areal befasst sich der Bauausschuss des Rates

am Donnerstag (21.11.2013) ab 16.15 Uhr in Raum 118 im Neuen Rathaus.

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