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Göttingen Kleine Kommende: Traditionskneipe feiert
Die Region Göttingen Kleine Kommende: Traditionskneipe feiert
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00:22 18.03.2019
Die Kneipe „Kleine Kommende“ wurde vor 40 Jahren eröffnet. Wirt ist seit 40 Jahren Udo Prußeit (l.); Student Constantin Raudszus (2. v. l.) gehört zum Team von Mitarbeitern. Quelle: Richter
Göttingen

Seit 1979 ist die Gaststätte Kleine Kommende eine feste Größe in der Göttinger Kneipenlandschaft. Das 40-jährige Bestehen hat Inhaber Udo Prußeit jüngst mit Gästen und Mitarbeitern gefeiert.

Viel altes Holz, warmes Licht und Gemälde an den Wänden verströmen eine urige Gemütlichkeit, die nicht nur Stammgäste zu schätzen wissen, die sich der Kneipe seit längst vergangenen Studententagen verbunden fühlen. Denn die Kleine Kommende ist rechtzeitig mit der Zeit gegangen. Karaoke, Quiz-Abende und Themenveranstaltungen zu Halloween oder dem St. Patricks Day sollen dafür sorgen, dass sich Leute aus allen Altersgruppen wohlfühlen.

1973 zum Studium nach Göttingen

Dass Prußeit irgendwann eine eigene Kneipe führen würde, war mehr Zufall als Plan. Als er 1973 zum Studium nach Göttingen kam, begann er nebenbei in der Gastronomie zu jobben. Im KAZ-Keller stand er hinter der Theke und knüpfte Kontakte zu Bierverlegern und Brauereien. Irgendwann fiel ihm das Haus an der Groner-Tor-Straße 27 auf, das damals total verfallen gewesen sei – quasi eine Bauruine, durch deren Dach man in den Himmel habe schauen können.

Ein Abbruchunternehmer kaufte das Gebäude schließlich und saniert es, um dort eine Pferderestauration zu eröffnen. Doch noch bevor er öffnen konnte, sei dem Mann das Geld ausgegangen. Gemeinsam mit Jürgen Jeurik, mit dem Prußeit auch im KAZ arbeitete, übernahm er das Lokal und eröffnete eine Studentenkneipe, der sie in Anlehnung an den Seitenflügel der Marienkirche den Namen „Kleine Kommende“ gaben.

Dreimal in der Woche selbst hinterm Tresen

Heute steht der 65-Jährige noch dreimal in der Woche selbst hinter dem Tresen. Unterstützt wird er von zwei festangestellten Mitarbeitern und einigen Studenten – „junge Leute, die Herzblut für die Kneipe zeigen“, sagt Prußeit. Platz gibt es dort für 30 bis 40 Gäste. Einige Stammgäste kommen schon seit den Anfangstagen regelmäßig in die Raucherkneipe. Aus dieser Zeit stammt auch der Tresen. Die Flaschen-Front besteht aus historischen Fenstern, von denen erst einmal acht Schichten Farbe in mühevoller Kleinarbeit abgetragen werden mussten, erzählt Prußeit.

Früher sei der Tresen auch ein beliebter Platz für Diskussionen gewesen. Typisch für eine Kneipe wie die Kleine Kommende seien die Gäste damals einfach vorbeigekommen, um zu klönen und eine gute Zeit zu haben. Auch Stammtischbesucher besetzten regelmäßig die Stühle. Heute hingegen kämen die Gäste ganz gezielt zu Spieleabenden oder anderen Veranstaltungen. Man müsse Anreize schaffen, damit die Leute in die Gaststätte kommen. „Es war gut, dass wir das frühzeitig erkannt haben“, sagt Prußeit.

Von Nora Garben

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