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Göttingen Wolfgang Meyer: „Die Alte Mühle muss erhalten werden“
Die Region Göttingen Wolfgang Meyer: „Die Alte Mühle muss erhalten werden“
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20:58 02.01.2014
Verfall im Baudenkmal: Die Mühle hat bessere Zeiten gesehen. Quelle: CH
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Göttingen

Während die Große Mühle vom Waageplatz ausgesehen derzeit einen fast noch passablen Eindruck macht, gammelt die Seite zum ehemaligen Stadtbadareal zusehends vor sich hin. Übertroffen wird dieser Anblick nur noch vom Zustand im Inneren des Gebäudes. Zehn Jahre Leerstand haben Spuren hinterlassen. Tauben auch.

Hoffnungen setzt die Stadt nun auf einen künftigen Investor, der das Baudenkmal saniert und neu nutzt. Die Suche nach einem Geldgeber hat begonnen, nachdem die Interessenten für das Stadtbadareal (Tageblatt berichtete) von der Option, die Mühle gleich mitzukaufen, keinen Gebrauch gemacht haben.

Anlaufpunkt für Touristen

Eines steht für Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) fest: „Die Mühle muss erhalten werden.“ Ihm schwebt etwa eine gastronomische Nutzung – „mit Terrasse über dem Leinekanal“ – vor. Zudem soll die Mühle für Touristen als erster Anlaufpunkt bei der Besichtigung der geplanten, so genannten Wissenshäuser dienen, in dem sie sich auf knapp 500 Quadratmetern sowohl über die drei Wissenshäuser als auch über das übrige Göttinger Kulturangebot informieren können.

Alte Mühle

Die Alte oder Große Mühle am Leinekanal war als Stockleffmühle bis 1882 die größte und wichtigste Mühle in der Stadt Göttingen. Nach rund 600-jährigem Betrieb wurde sie damals stillgelegt. Zwei Drittel des damaligen Gebäudes wurden wegen des Baus des Stadtbades im Jahr 1967 abgerissen. Seit rund zehn Jahren ist die Mühle unbewohnt und ungenutzt, nachdem zuvor die Badverwaltung darin untergebracht war. Die Mühle steht unter Denkmalschutz.

Wissenshäuser

Hinter den Wissenshäusern verbirgt sich ein neues Konzept für die Göttinger Museumslandschaft. Zu den Wissenshäusern gehören die ehemalige Justizvollzugsanstalt am Waageplatz, die benachbarte Alte Mühle und das Städtische Museum am Ritterplan. Darin könnte in Zukunft die Göttinger Stadt- und Universitätsgeschichte in drei Teilbereichen präsentiert werden. Die Gesamtkosten werden auf 19 Millionen Euro geschätzt. Derzeit ist die Stadt auf Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten.

Von Michael Brakemeier

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