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Göttingen Wie verstörend...
Die Region Göttingen Wie verstörend...
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00:33 21.05.2018
Rehkitz Quelle: r
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Göttingen

Vor dem Mähen hatte er weder dem zuständigen Jäger Bescheid gegeben (wie es übrigens von Landesjägerschaft, Landwirtschaftskammer und Landvolk empfohlen wird), noch selbst nachgesehen, ob sich auf der Wiese Bambis tummeln. Noch verstörender als der Artikel selbst, war übrigens das Foto zum Beitrag: Ein einzelnes, im Gras liegendes Rehkitzbein.

Da kann man nur froh sein, dass auf unseren heimischen Wiesen keine Panda-Babys auf ihre Mütter warten, sonst wäre das Foto wohl noch befremdlicher gewesen. Doch war hier wohl kaum ein einzelner Bauer im Blutrausch, vielmehr muss man davon ausgehen, dass diese Praxis gängig in der modernen, industrialisierten Landwirtschaft ist, wo die Mähdrescher so groß wie Turnhallen sind. Und so lässt sich, laut Dieter Hildebrandt, dem Vorsitzenden der Jägerschaft Göttingen, auch nicht einschätzen, wie viele Tiere beim Mähen getötet werden.

Nun haben ja die Landwirte unserer Region vor einiger Zeit extra die Aktion „Redet mit uns, nicht über uns!“ ins Leben gerufen, um gegen ihr schlechtes Image anzugehen, weil sie „wenig Verständnis für die fortlaufenden Diffamierungen und Anklagen haben“ und zeigen wollen, „dass wir einen guten Job machen und uns um Tier und Umwelt viele Gedanken machen”, wie es die Geschäftsführung des Landvolks Göttingen formulierte. Und tatsächlich möchte ich nun wirklich mal gern mit den hiesigen Bauern ins Gespräch kommen. Zum Beispiel darüber, ob sie eigentlich selbst wissen, wie viele Tiere sie so pro Saison ins Jenseits mähen und ob Rehhack eigentlich ein guter Naturdünger ist.

Abschließend möchte ich noch allen jungen Liebenden dringend raten, zu ihrer eigenen Sicherheit zum Knutschen lieber auf eine Göttinger Verkehrsinsel zu gehen, als auf eine Wiese im Landkreis. Und unsere Landwirte möchte ich ermuntern, darüber nachzudenken, ihre Wiesen einfach mal am Vatertag zu mähen; wenn man mal liest, was da so für Typen unterwegs sind.

Den Autor erreichen sie per E-Mail an redaktion@goettinger-tageblatt.de.

Von Lars Wätzold

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