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Die Region Göttinger Schüler demonstrieren Verantwortung für Müll
Die Region Göttinger Schüler demonstrieren Verantwortung für Müll
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14:40 28.09.2018
Finissage der Projekte „Tragbar“ und „Mein Müll-Meine Verantwortung“ an der BBS I Quelle: Meyer
Göttingen

Gleich auf mehrere Arten haben die 44 Schüler in den Projekten Verantwortung getragen: Für das Kunstobjekt, den Film- oder Radiobeitrag, an dem sie gearbeitet haben, für ihr Team, für den Müll, den sie an ihrer Schule mitproduzieren, und damit auch für ihre Umwelt. „Wer Verantwortung übernimmt, schafft auch Chancen.“ So eröffnete Oberstudiendirektor Rainer Wiemann die Finissage, auf der auch der Göttinger Bildungsdezernent Marcel Riethig und Projektleiterin Carola Gottschalk vom Kunstverein Göttingen sprachen.

Das Kunstvermittlungs- und Integrationsprojekt war eine Kooperation des Kunstvereins Göttingen mit dem Kunstraum Tosterglope, dem Kulturzentrum KAZ, dem Kulturprojekt Bildwerfer und dem Stadtradio Göttingen. Zwei Klassen waren beteiligt: die Berufseinstiegsklasse für Jugendliche mit Fluchterfahrung und die Klasse der Berufsfachoberschule für deutschsprachige Jugendliche.

Ziel war unter anderem gegenseitiges Kennenlernen

Vor der Projektwoche vom 27. bis 31. August waren sich die Klassen noch überwiegend unbekannt gewesen. Ein Ziel war, dass sich die Schüler trotz ihrer verschiedenen Lebenshintergründe und sprachlichen Voraussetzungen kennenlernen. „Durch das Überwinden des Fremden und ein Näherkommen“ habe das gut funktioniert, so Christian Westensee, Studiendirektor der BBS I.

Die Ergebnisse der Zusammenarbeit waren in der Aula der BBS I ausgestellt. Erstmals wurden auch Dokumentationen über die Projekte gezeigt, die das Film-Team selbst aufgenommen und geschnitten haben. Darin ist zu sehen, wie das Kunst-Team aus Papier und Pappe Verpackungen für imaginäre Kunstwerke bastelt und diese anschließend durch Göttingen trägt. Auch Features, in denen das Radio-Team Stimmen der Projektbeteiligten zusammengestellt hat, wurden vorgestellt. Sie waren im Vorfeld bereits beim Stadtradio Göttingen zu hören gewesen.

Schule lernt viel über ihren eigenen Abfall

In dem Projekt „Mein Müll-Meine Verantwortung“ hat die Schule viel über ihren eigenen Abfall gelernt, wie Studienrat Lüder H. Sudmann ausführte. 2000 Liter Müll fallen an der BBS I täglich an. Diesen hat die Projektgruppe kurzerhand auf dem Schulhof entleert und mit Handschuhen untersucht, sortiert und schließlich in neuen Tüten verpackt. Das Ergebnis: Restmüll und Bioabfall ergaben zusammen nur 2,5 Prozent. 70 Prozent war Papier, ein gutes Viertel des Abfalls landete im Gelben Sack.

Eine Schülergruppe forderte, sich dem Problem nachhaltig anzunehmen und jeden Klassenraum mit viergeteilten Mülleimern auszustatten, die das Trennen erleichterten. Auch die Reduzierung der Abfallmenge möchte die Schule in Angriff nehmen: Er habe bereits besprochen, dass künftig weniger Brötchentüten verwendet werden sollen, so Sudmann.

Von Katharina Meyer

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