Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hann Münden Mehr als 50 Schwimmer springen in die Weser
Die Region Hann Münden Mehr als 50 Schwimmer springen in die Weser
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 11.07.2018
Mehr als 50 Teilnehmer beim neunten Big Jump in Hann. Münden Quelle: Vera Wölk
Hann. Münden

Der Big Jump ist Teil des europäischen Flussbadetages, mit dem auf die Verschmutzung von Gewässern hingewiesen werden soll. Auch die Weser sei von Verschmutzung betroffen, ein Grund dafür seien auch dioe Salzeinleitung der hessischen Firma Kali und Salz. Ein weiterer Faktor seien Düngemittel, die in die Gewässer gelangen. „Diese Verschmutzung sind ins Besondere für Kleinstlebewesen ein großes Problem“, erklärte Julia Bytom von der Stadtverwaltung Hann. Münden.

Hier geht’s zur Bildergalerie

Mehr als 50 Schwimmer wagten beim neunten Big Jump in Hann. Münden den Gang oder Sprung in die Weser.

Der Big Jump solle einen Beitrag dazu leisten, dass es in Flüssen auch weiterhin Leben gebe. Nach Angaben von Stefan Schäfer von Naturschutzbund (Nabu) sind nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie nur drei Prozent der Gewässer in Niedersachsen in einem ökologischen Zustand. „Kali und Salz halten bei der Einleitung von Salz in die Gewässer nach wie vor an einem alten Grenzwert aus dem Jahr 1942 fest“, erklärte Schäfer. Die Schwimmer würden sich in das dreckige Wasser begeben, um damit ein Zeichen dafür zu setzen, dass Gewässer auch weiterhin Lebensadern sein sollen. „Wir wollen zudem mit dem Badetag die Gesellschaft und die Politik daran erinnern, dass sie die vorgegebenen Ziele auch umsetzen“, sagte Schäfer.

„Dreck und Salz - keines falls“

Das Ziel der Aktion war auch im Wasser sichtbar, denn auf einem blauen Fass, das ein Schwimmer mit sich führte, war zu lesen „Dreck und Salz - keines falls“. Organisiert wurde der neunte Big Jump von der Stadt Hann. Münden, der Deutschen-Lebensrettungs-Gesellschaft, der Feuerwehr der Stadt, dem Technischen Hilfswerk. Unterstützung erhielten die Organisatoren erneut vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hann. Münden. „Ich nehme am Big Jump teil, weil ich hier aus Hann. Münden komme und die Aktion gern unterstützen möchte“, sagte eine Teilnehmerin. Aus Elliehausen reiste Tim Thielebörger nach Hann. Münden. Er hatte nach eigenen Angaben die Veranstaltung im Internet gefunden und sich dann spontan entschieden daran teilzunehmen.

16 Grad Wassertemperatur

Respekt hatten die Schwimmer vor dem nur rund 16 Grad warmen Wasser in der Oberweser. Dennoch freuten sie sich darauf mit ihrer Teilnahme am Big Jump ein Zeichen setzen zu können. Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener (Bürgerforum Hann. Münden) freute sich darüber, dass diesmal mehr Schwimmer als im vergangenen Jahr am Start waren. „Es ist wichtig, dass wir ein Zeichen setzen“, wandte er sich an die Schwimmer. Aus seiner Sicht sei es wichtig, die Gewässerqualität zu verbessern. „Wenn weiterhin viele Menschen bei Big Jump dabei sind, dann wird Kali und Salz nach Lösungen zur Vermeidung von Verschmutzungen suchen müssen“, sagte Wegener vor dem Start.

Dann endlich konnte die Schwimmer ins Wasser, während einige sich langsam an das kühle Nass herantasten zogen andere schnell ihre Bahnen flussabwärts in Richtung Vaake. Begelieten wurden sie dabei von Rettungsbooten, die die Sicherheit der Teilnehmer garantieren sollten.

Von Vera Wölk

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Jahr 1868 wurde der Forstbotanische Garten in Hann. Münden angelegt. Ein schöner Ort für Ausflüge.

08.07.2018

Freispruch für alle Angeklagten: Mit diesem Urteil ist ein Prozess gegen vier junge Männer vor dem Amtsgericht Hann. Münden zu Ende gegangen. Die vier Angeklagten – zwei 19 und 24 Jahre alte griechisch-albanische Staatsangehörige aus Hann. Münden sowie zwei mit einem Touristenvisum eingereiste albanische Staatsangehörige im Alter von 22 und 23 Jahren – hatten sich seit Mitte März wegen schweren Bandendiebstahls verantworten müssen.

06.07.2018

Beim Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Pkw ist am Mittwoch gegen 17.45 Uhr auf der L 562 zwischen Lutterberg und Landwehrhagen ein 35 Jahre alter Motorradfahrer schwer verletzt worden, teilt die Polizei mit. Der Autofahrer stand zum Unfallzeit­punkt wohl erheblich unter Alkoholeinfluss, so die Beamten.

05.07.2018