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Hann Münden Bücherei wird nicht geschlossen
Die Region Hann Münden Bücherei wird nicht geschlossen
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13:57 18.10.2018
Büchereien haben einen Bildungsauftrag: Das betonten Vertreter aller im Rat der Stadt vertretenen Parteien und Gruppierungen. Quelle: dpa
Hann. Münden

Die Stadtbücherei Hann. Münden wird 2019 nicht geschlossen. Das hat der Rat der Stadt am Mittwoch beschlossen. Eine Arbeitsgruppe hat ein Konzept zur Verringerung der Kosten erarbeitet.

Eine Bücherei sei für Hann. Münden unverzichtbar, betonten Politiker aller im Rat vertretenen Parteien und Gruppierungen. Die Bibliothek habe einen Bildungsauftrag, hieß es in mehreren Redebeiträgen. Sie solle die Lesekultur fördern, das lebenslange Lernen unterstützen und den Bürgern ermöglichen, sich zu informieren. Zudem sei sie ein Treffpunkt.

Dieser Position schloss sich auch Ratsherr Markus Jerrentrup (CDU) an. Das veranlasste Ines Albrecht-Engel (Müna) daran zu erinnern, dass die Christdemokraten eine mögliche Schließung der Bücherei ins Haushaltssicherungskonzept hatten aufnehmen lassen – wohl um Rat und Verwaltung unter Druck zu setzen, endlich den Zuschussbedarf zu minimieren, so die Ratsfrau.

Ein solches Konzept liege nun vor, betonte der CDU-Fraktionschef, Ulrich Reichel. Ein 13-köpfiger, mit Vertretern aus Rat und Verwaltung sowie beratenden Mitgliedern des Gesellschaftsausschusses besetzter Arbeitskreis habe es in den vergangenen Monaten erarbeitet.

Berechnung der internen Verwaltungskosten soll neu geregelt werden

Die Ergebnisse präsentierte die Vorsitzende des Arbeitskreises, Ratsfrau Gudrun Surup (SPD). Wichtigster Punkt sei die Forderung nach einer Neuregelung der Berechnung der internen Verwaltungskosten. Diese würden bisher mit 200 000 Euro zu Buche schlagen. Der Betrag sei angesichts von gerade einmal zweieinhalb Stellen „absurd“ hoch, ergänzte Hartmut Teichmann (Grüne). Die Verwaltungskosten würden bei einer Schließung der Bücherei nicht verschwinden, sondern dann auf andere Bereiche umgelegt.

Nutzungsgebühren sollen steigen

Das Konzept, so Surup, sehe außerdem eine „moderate Erhöhung“ der seit 2004 unveränderten Nutzungsgebühren vor. Ein Förderverein sei zu gründen. Dagegen sprach sich als einzige Kirsten Klein (Parteifreie) aus. Sie fürchtet, dass die Bücherei dann in eine „Abhängigkeit von privaten Mitteln“ gerät. Klein erklärte, dass Bund und Land über ausreichend Steuergelder verfügten. Diese müssten die Mittel den Kommunen zukommen lassen.

Bücherei soll Fördermittel einwerben

Schließlich sieht das Konzept des Arbeitskreises vor, dass die Stadt bei Bund und Land Fördermittel einwirbt. Albrecht-Engel betonte, dass keiner der vier Punkte zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Kosten tatsächlich verringere. Die ehemalige Vorsitzende des Finanzausschusses mahnte daher eine rasche Konkretisierung des Konzepts an.

„Dringender Sanierungsbedarf“ bei den Bibliotheksräumlichkeiten

Albrecht-Engel, die von 2012 bis 2016 die SPD-Fraktion im Rat geführt hat, wies zudem auf den „dringenden Sanierungsbedarf“ der Bibliotheksräumlichkeiten hin. Diese Herausforderung würde im Konzept ebenso wenig erwähnt, wie die Kosten, die mit einer „zeitgemäßeren“ Ausrichtung der Bibliothek verbunden seien. Bürgermeister Harald Wegener (BFMü) verwahrte sich gegen eine Kritik an der „gut aufgestellten“ Bücherei. Das sei ein „Schlag ins Gesicht“ der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Von Michael Caspar

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