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Hann Münden Geldautomat gesprengt
Die Region Hann Münden Geldautomat gesprengt
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21:08 26.04.2017
So sieht es in der Bank nach der Sprengung aus. Quelle: Mischke
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Wiershausen

Ein Anwohner hörte den Knall und sah, wie mehrere Personen in eine dunkle Limousine einstiegen und flüchteten. Eine sofort eingeleitete Fahndung, bei der auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurde, brachte keine Ergebnisse. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.

Unbekannte haben in der Nacht zum Mittwoch in Wiershausen einen Geldautomaten in die Luft gesprengt. Der Automat der Volksbank an der Durchfahrtstraße wurde zerstört, das Gebäude schwer beschädigt. Nach Polizeiangaben ereignete sich die Explosion gegen 3.40 Uhr.

Der Automat sei durch eingeleitetes Gas gesprengt worden, erklärte Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Dabei fanden die Täter offensichtlich eine maximal zündfähige Mischung von Gas und Luft: Die gewaltige Explosion zertrümmerte eine massive Panzerglaswand in kleine bis kleinste Splitter. Andere Trümmer flogen bis zu 30 Meter weit, größere Teile bohrten sich in die Fassade eines benachbarten Wohnhauses.

In dem Volksbank-Gebäude wurde eine schwere Holztür aus dem Rahmen in einen hinteren Raum geschleudert, der Türrahmen außerdem aus seiner Halterung herausgerissen.

Angebrannte und verkohlte Geldscheine verteilten sich in der Umgebung. Die erbeutete Geldsumme gibt die Polizei mit mehreren tausend Euro an. Der Sachschaden soll sich auf mehrere 10000 Euro belaufen. Verletzt wurde niemand, teilte die Polizei mit. Die Umgebung des Tatorts wurde zur Spurensicherung abgesperrt.

In der gleichen Nacht versuchten Unbekannte in Scheden, den Sparkassen-Geldautomaten an der Schulstraße aufzubrechen. Das Vorhaben misslang. Es entstand allerdings Sachschaden, ebenfalls in Hhe von mehreren tausend Euro. Die Polizei schließt einen Zusammenhang mit der Tat in Wiershausen nicht aus, zumal die beiden Orte weniger als zehn Kilometer voneinander entfernt liegen.

Hinweise zu beiden Vorfällen an die Ermittler unter Telefon 05541/951-0

Erst vor gut einer Woche war in Katlenburg-Lindau ein Geldautomat in die Luft gejagt worden. Dabei war der Sprengsatz mit Hilfe einer Fernzündung ausgelöst worden.  Sehr häufig wird für solche Taten Gas in die Automaten geleitet, das dann aus der Ferne mit einer geeigneten Einrichtung gezündet wird. Das Verhältnis von Gas und Luft und damit die Sprengwirkung der Mischung ist für die Täter praktisch nicht kontrollierbar. lni

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