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Hann Münden Protest gegen Windkraftanlagen
Die Region Hann Münden Protest gegen Windkraftanlagen
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13:48 10.05.2017
Windräder im Reinhardswald (Montage) Quelle: Montage/r/Archiv
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Hann. Münden

„Die geplanten, bis zur Flügelspitze 240 Meter hohen Windkraftanlagen stehen genau in der Einflugschneise des Flughafens Kassel-Calden“, warnte Hann. Mündens Stadtplaner Siegfried Pflum. Die tiefgründigen Fundamente der Anlagen liegen im Einzugsgebiet der örtlichen Trinkwassergewinnung, gab Mündens Bürgermeister Harald Wegener (BFMü) zu bedenken. Die großen, über der Stadt thronenden Anlagen hätten negative Auswirkungen auf den Fremdenverkehr.

Flusslandschaft

Von einer drohenden „Verschandelung“ des mit 200 Quadratkilometern größten zusammenhängenden Waldgebiets Hessens sprach Fred Dettmar (UWG), Bürgermeister von Reinhardshagen. Der Reinhardswald gehöre zu den wenigen Wäldern Deutschlands, die von keiner Autobahn, keiner Bahnlinie und keiner Stromtrasse zerschnitten würden, betonte der pensionierte Förster Hermann-Josef Rapp. Der Reinhardswald bilde zusammen mit der Weser und dem gegenüberliegenden Bramwald „eine der schönsten deutschen Flusslandschaften“. Diese gelte es vor Politikern zu schützen, die die Energiewende „mit missionarischem Fanatismus“ durchsetzen wollten.

„Es gibt noch reichlich Möglichkeiten, die Windräder während des Antrags- und Genehmigungsverfahrens zu verhindern“, erklärte Gabriele Niehaus-Uebel, die Vorsitzende der Bürgerinitiative Oberweser-Bramwald. So gebe es im Reinhardswald zahlreiche geschützte Vogelarten. Sie zeigte zum Himmel. Dort kreisten während der Pressekonferenz drei der seltenen Schwarzstörche.

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