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Hann Münden Neue Ideen für das Mündener Rathaus
Die Region Hann Münden Neue Ideen für das Mündener Rathaus
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21:32 07.03.2019
Politische Vertreter und Projektplaner sammeln Ideen für den Umbau des Rathauses in Hann. Münden. Quelle: Max Brasch
Hann. Münden

Im historischen Rathaus in der Altstadt von Hann. Münden stehen Veränderungen bevor: Brandschutz und Barrierefreiheit müssen optimiert werden, außerdem fehlen öffentliche Toiletten. Die Umbauarbeiten möchte der Rat der Stadt zum Anlass nehmen, um das Nutzungskonzept des geschichtsträchtigen Gebäudes zu überarbeiten. In Planung ist ein „Bürgerhaus“, das sowohl Einheimischen, als auch Touristen offen stehe und verschiedenartig genutzt werden könne. Wie das Rathaus in Zukunft genutzt werden solle, dazu konnten Mündener Bürger bei einer Informationsveranstaltung am Mittwochabend Vorschläge machen.

Etwa 50 Bürger und Interessierte hatten sich in der Rathaushalle versammelt. „Etwa alle 400 Jahre hat sich die Nutzung des historischen Rathauses nachhaltig verändert“, leitete der Mündener Bürgermeister Harald Wegener, Bürgerforum: Gemeinsam für unser Münden (BFMü), den Abend ein. Der Zeitpunkt dazu sei erneut gekommen. Zu Beginn erläuterte Wegener die Idee hinter der Veranstaltung: „Bei der Umgestaltung des Rathauses ist uns die Bürgerbeteiligung sehr wichtig“, so Wegener. Alle Ideen der Teilnehmer seien willkommen und nur durch die Gegebenheiten des Bauwerks, sowie durch verpflichtende Änderungen, wie den Brandschutz und die Barrierefreiheit, begrenzt. Ein großer Teil der notwendigen Ausgaben würde durch das niedersächsische „Kommunalinvestitionsprogramm“ gedeckt werden können, so Wegener. Außerdem würde sich die Stadt dafür einsetzen, Mittel aus weiteren Förderprogrammen zu bekommen.

Anlaufpunkt für Bürger und Touristen

Die bisherigen Planungen und mögliche Änderungen am historischen Gebäudes erläuterte Elinor Schünes vom Hamburger Architektenbüro PMP. Das Bauwerk habe „wunderbares Potenzial“ und biete viele Flächen für verschiedene Nutzungsmöglichkeiten, sagte Schünes. Um den Anwesenden ihre Ausführungen zu verdeutlichen, zeigte sie auf Blaupausen die bisherigen Pläne. Einige Punkte seien nicht veränderbar, wie der für die Barrierefreiheit nötige Fahrstuhl. „Nur an einem einzigen Platz lässt sich ein Aufzug realisieren, der alle drei Etagen bedienen kann“, erklärte Schünes. Außerdem müsse ein zweiter Fluchtweg eingerichtet werden. Dies koste zwar Platz, hätte jedoch auch den Vorteil, dass beide Eingänge für verschiedene Dinge genutzt werden könnten.

Danach konnten die Teilnehmer der Veranstaltung Fragen stellen. Ein wichtiges Thema war die sogenannte „Rathaus-Wache“: Einige Bürger waren besorgt, dass die wichtige Anlaufstelle für Bürger und Touristen im Zuge der Umgestaltung wegfallen könnte. Mehrere Anwesende wünschten sich eine gastronomische oder kulturelle Nutzung der Räumlichkeiten. Ein Bürger schlug beispielsweise vor, wechselnd Ausstellungsstücke des Museums im Rathaus zu zeigen. Einig waren sich die Teilnehmer, dass das Rathaus bedeutsam für den Tourismus sei und deshalb weiterhin der zentrale Anlaufpunkt für Besucher der Stadt sein solle. Und auch das Standesamt solle im historischen Gebäude bleiben.

Kleine Verständnisprobleme

Ein Problem der Veranstaltung war jedoch, dass zum Verstehen der Planung umfangreiche Kenntnisse des Bauwerks notwendig waren: Eine Besucherin merkte an, sie könne sich viele Vorschläge der Anwesenden gar nicht vorstellen, weil sie die Räume dazu nicht kennen würde. Um Mündener Bürgern noch einmal die Möglichkeit zu geben, die Räume zu sehen und Fragen zu stellen, wird die Stadtverwaltung am Montag, 18. März, eine Führung durch das historische Rathaus organisieren. Die Führung beginnt um 14 Uhr. Interessierte werden gebeten, sich bei Julia Bytom, Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt Hann. Münden, unter Telefon 05541/75255 anzumelden.

Von Max Brasch

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