Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hann Münden Lernen, ein Haus zu bauen
Die Region Hann Münden Lernen, ein Haus zu bauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:38 29.04.2018
Das Baucamp-Team mit Hartmut Teichmann, Klaus Marquardt, Nelli Lamm, Christian Platner, Michael Franke, Reinhard Goll, Ulrike Zander-Platner Quelle: r
Hann. Münden

Dabei lernen die Teilnehmer unterschiedliche Tätigkeiten kennen wie Zimmermannskunst, Dachdecken oder Schmieden, erklärt Organisator und Veranstalter Hartmut Teichmann. Das neu zu errichtende Haus soll eine Lücke in Steinrode füllen, sagt Teichmann: „Hier bestand schon lange der Bedarf nach einem größeren Haus, das die erhöhten Hygiene-Anforderungen für die Zubereitung von Lebensmitteln erfüllt.“

Zukunft im Handwerk?

Angesprochen, an dem Baucamp teilzunehmen, sind Jugendliche im Alter von etwa 15 bis 25 Jahren, die daran denken, einen handwerklichen Beruf zu ergreifen und sich daher auf ein Praktikum oder eine Lehre vorbereiten wollen. Oder solche, die noch wenig Vorstellung vom Handwerk haben, aber dennoch erste Erfahrungen in diesem Bereich machen wollen, erläutert Teichmann. „Viele Jugendliche schließen demnächst ihre Schulzeit ab und möchten wissen, ob ihre Zukunft vielleicht im Handwerk liegen könnte. Unser Baucamp bietet ihnen die Chance, das herausfinden.“ Teichmann vertritt die Initiative „ein.münden“, die gemeinsam mit dem Verein Libellula das Camp plant.

Gefache mit Lehm

Klaus Marquardt von „ein.münden“, hat das Haus entworfen und berechnet: Ein eingeschossiger Holzbau mit einer Grundfläche von vier mal fünf Metern, einem Satteldach, einer Tür und vier Fenstern. Die Gefache werden traditionell mit Lehm gefüllt, „der hervorragende Dämmeigenschaften hat und für gutes Raumklima sorgt“, sagt Teichmann. Die Pfosten, Riegel und Streben werden ohne Schrauben, sondern allein über Zapfen und Holznägel zusammengehalten. Mit im Planungsteam ist auch Reinhard Goll, früher Lehrer für Fachpraxis an der BBS Münden. Die fachgerechte Ausführung aller Arbeiten gewährleistet Zimmerermeister und Dachdecker Michael Franke, der sich ebenfalls ehrenamtlich in diesem Projekt engagiert.

Vom 9. bis zum 21. Juli lernen die Teilnehmer im Camp nicht nur, wie man Holzverbindungen herstellt, sondern auch, wie die Werkzeuge heißen: Allein den landläufigen Hammer wird es auf der Baustelle in mindestens vier Formen geben, die jeweils für eine bestimmte Aufgabe vorgesehen sind. Zur Vorbereitung auf die tägliche Arbeit wird es daher vormittags eine Einführung geben, in der die anstehenden Arbeiten und die Arbeitsgeräte benannt, erläutert und besprochen werden. Eine täglich wechselnde Gruppe wird sich unter Anleitung von Nelli Lamm (Libellula) um das leibliche Wohl kümmern, so dass die Teilnehmer auch lernen, Essen zuzubereiten und Brot zu backen.

Lagerfeuer und Musik

Untergebracht werden die Teilnehmer im benachbarten Waldpädagogik-Zentrum. Nach getaner Arbeit wird es Entspannung am Lagerfeuer, bei Musik, bei Exkursionen in den Wald oder einem Film geben, kündigen die Veranstalter an.

Teilnehmer zahlen nur die Anmeldegebühr in Höhe von 50 Euro. Anmeldeformulare liegen aus im Mündener Bürgertreff (Ziegelstraße 56) und im Rathaus beim Pförtner. Infos bei Hartmut Teichmann unter Telefon 05541/33069.

Von Matthias Heinzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bis zu 60 Menschen haben in der Nacht zu Montag in Witzenhausen gegen die Abschiebung eines 27-jährigen Syrers protestiert. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Inzwischen ist der 27-Jährige wieder zurück in Witzenhausen.

23.04.2018

Ein maskierter Räuber hat am Sonntag gegen 0.20 Uhr eine Spielhalle in der Wildemannschlucht in Hann. Münden (Landkreis Göttingen) überfallen. Nach Polizeiangaben flüchtete der bislang unbekannte Täter mit dem erbeuteten Geld in bislang unbekannter Höhe.

22.04.2018

Auf Schloss Berlepsch gab es am Wochenende eine Premiere: zum ersten Mal wurde ein ritterlicher Wettkampf hoch zu Ross als tatsächliches Turnier ausgetragen. Bei bestem Wetter kamen hunderte Besucher aus Südniedersachsen und Nordhessen zum Frühlingsfest mit „Ritterturney zu Pferd“.

22.04.2018