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Hann Münden Mehrere Häuser in Hann. Münden zerstört
Die Region Hann Münden Mehrere Häuser in Hann. Münden zerstört
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17:07 05.05.2018
Erinnerung an Großbrand in Hann. Münden vor zehn Jahren Quelle: r
Hann. Münden

Zunächst wurden die Einsatzkräfte um kurz nach vier Uhr zu einem Zimmerbrand in der Mühlenstraße gerufen. Bereits wenige Minuten später stand auch ein Gebäude an der Langen Straße in Flammen, dies melden Anwohner der Feuerwehrleitstelle. „Aufgrund der Nähe hätte es auch sein können, dass diese Anrufer das Feuer in der Mühlenstraße von der Langen Straße aus gesehen haben“, erinnert sich Eike Schucht, Ortsbrandmeister von Hann. Münden. Wegen der zahlreichen Meldungen sei der Löschzug dann aber doch zur Hausnummer 92 an der Langen Straße gefahren. „Auf der Anfahrt hat man weder eine Rauchentwicklung noch Flammen sehen können“, sagt Schucht. „Wenn dort nicht der Rettungsdienst, die Polizei und einige Passanten vor dem Haus gestanden hätten, hätten wir die Einsatzstelle nicht auf Anhieb gefunden“, berichtet er weiter. Fünf Menschen müssen mit Steckleitern aus dem dreistöckigen Fachwerkhaus gerettet werden. Parallel dazu nahm Schucht eine Lageerkundung vor. Hierbei seien ihm, so schildert er, bereits im Treppenhaus die Flammen entgegengeschlagen, und der Fluchtweg für die Bewohner sei versperrt gewesen.

Hausnummer 92 aufgegeben

Beim zweiten Einsatzort an der Mühlenstraße stand der Dachstuhl der ehemaligen Diskothek, ebenso in Flammen wie das Treppenhaus. „An einen Innenangriff war hier nicht mehr zudenken“, sagt Stadtbrandmeister Thomas Schelp. Daher werden im Laufe des Einsatzes die freien Atemschutzgeräteträger zur Einsatzstelle Lange Straße abgezogen. „Hier haben wir nur eine Brandbekämpfung von außen durchgeführt“, sagt Schelp. Als Wasserentnahmestelle dienten unter anderem die Flüsse Fulda und Werra. Bereits um 5.40 Uhr war das Feuer unter Kontrolle.

„Mein erster Eindruck war, dass der Einsatz in der Mühlenstraße der größere und schwierigere ist, weil man hier zunächst viel mehr Flammen gesehen hat“, berichtet Schelp. Dies habe sich aber nicht bestätigt, deshalb seien alle nicht benötigten Einsatzkräfte an die Lange Straße versetzt worden. Eine der Hauptaufgaben dort sei gewesen, das Ausbreiten der Flammen auf die angrenzenden Gebäude zu verhindern. Schucht hat sich nach eigenen Angaben gegen 4.45 Uhr dazu entschieden, die Hausnummer 92 aufzugeben, und die anderen Häusern zu schützen. Der Einsatz an der Langen Straße dauerte auch über mehrere Tage, weil ein Statiker feststellte, dass die Nummer 92 einsturzgefährdet ist, und das Haus deshalb abgerissen werden muss. Während der Arbeiten musste die Feuerwehr immer wieder Glutnester und kleine Brände löschen. Schucht und Schelp sind rückblickend nach eigenen Angaben mit dem Verlauf des Einsatzes zufrieden.

Als Ursache für die beiden Brände stellte die Polizei im Laufe ihrer Ermittlungen eindeutig Brandstiftung fest. Der entstandene Schaden liegt im Millionenbereich.

Von Vera Wölk

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