Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hann Münden SPD fordert Aufklärung
Die Region Hann Münden SPD fordert Aufklärung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:35 07.04.2017
Bei dem Feuer im Hann. Münden wurden zwei Frauen schwer verletzt, eine ist inzwischen gestorben Quelle: R
Anzeige
Hann. Münden

„Es ist an der Zeit, dass Herr Wegener nach den tragischen Ereignissen die Ratsmitglieder über die tatsächliche Situation, insbesondere über Abläufe, Versäumnisse und Verwaltungshandeln informiert. Bisher haben wir alles nur aus der Presse erfahren. So lassen wir nicht mit uns umgehen", so Sparbier an die Adresse von Bürgermeister Harald Wegener (BFMÜ). 

Die Bewohnerin einer städtischen Schlichtwohnung wurde vor drei Wochen bei einem Brand lebensgefährlich verletzt und verstarb am Dienstag an den Folgen ihrer Verletzungen. Das Wohnhaus  in der Adalbert-Stifter-Straße gehört der Stadt Hann. Münden und wird als Obdachlosenunterkunft zur Verfügung gestellt. Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, hatte die Stadtverwaltung die seit 2016 gesetzlich vorgeschriebenen Brandmelder nicht installiert. Die Brandursache bleibt weiter unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

Nach Angaben von Holger Sparbier sei nun von besonderem Interesse, „welche Abläufe und Zuständigkeiten es innerhalb der Verwaltung bei einer Gesetzesänderung gebe“ und ergänzt: „Die politische Verantwortung liegt bei Bürgermeister Wegener, darum sollte er jetzt schnellstmöglich seine Verantwortung wahrnehmen und die Ratsmitglieder informieren.“ 

Die Ortsvereinsvorsitzenden der Mündener Sozialdemokraten, Gudrun Surup, zeigt sich nach dem Vorfall schwer betroffen. „Der Tod der jungen Frau ist sehr bedauerlich und regt zum Nachdenken an.“ Man müsse sich nach ihren Angaben die Frage stellen, ob „die Wohnungen für die Bedürftigsten unserer Gesellschaft noch zeitgemäß sind.“ Unabhängig von den fehlenden Brandmeldern fordert sie eine neue Standardisierung der sozialen Unterkünfte. Hierzu gehören nach ihrer Auffassung auch fließend warmes Wasser und eine Zentralheizung. „Wir können jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern müssen den Menschen, die auch jetzt noch in den Schlichtwohnungen der Stadt leben, schnellstmöglich helfen.“

Von Susanne Wesche

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige