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Hann Münden Sommerferienspiele im Mittelalterdorf Steinrode bei Hann. Münden
Die Region Hann Münden Sommerferienspiele im Mittelalterdorf Steinrode bei Hann. Münden
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00:25 02.08.2018
Sommerferienspiele im mittelalterlichen Dorf Steinrode. Quelle: Pförtner
Göttingen

Die Ferienspiele des Vereins, die noch bis Freitag täglich zwischen 8 und 16 Uhr angeboten werden, sind der Renner: Das Sommer-Vergnügen ist schon seit längerer Zeit ausgebucht. Die Kinder, die zwischen acht und zwölf Jahre alt sind, werden spielerisch mit dem Wald und seinen Geheimnissen vertraut gemacht. Unter anderem werden Binsen geflochten, Armbänder hergestellt und Wippe und Schaukel gebaut.

Beteiligt sind zehn Grundschulen aus der Region, hauptsächlich aus Hann. Münden, an denen Waldpädagogik angeboten wird, wie Ulrike Zander-Platner erläutert. Die Waldpädagogin organisiert die Sägegruppe, bei der mithilfe der Kinder mit einer Schrotsäge ein Baumstamm zersägt wird. Später entsteht daraus die Wippe.

Pizza im mittelalterlichen Lehmbackofen

Außerdem gibt es zum Beispiel eine Kochgruppe, die sich zusammen mit Nelli Lamm um das Mittagessen kümmert. Am Montag wird im Lehmbackofen eine Pizza zubereitet. „Wobei es im Mittelalter in diesen Breitengraden natürlich noch keine Pizza gab“, sagt sie grinsend.

Die Tatsache, dass die Ferienspiele im Mittelalterdorf stattfinden, ist ein zusätzlicher Anreiz für die Kinder – das Mittelalter stellt für sie ein Faszinosum dar, der Schritt zum Naturerlebnis ist dann nur noch ein ganz kleiner. „Das Medium Geschichte wird genutzt“, sagt Lamm. Eine Woche nach den Ferienspielen wird am 12. August ein Waldfest gefeiert.

Ursprung waren Waldtage an Grundschulen

Ursprung des Vereins waren sogenannte Waldtage an Grundschulen, das Dorf stellt die Weiterentwicklung dar. Bis Freitag werden auch Lehmziegel hergestellt, für die Lehm und Sand mit Wasser aufbereitet werden und dann nach Hinzufügen von Stroh die Pressung erfolgt. Zander-Platner und Lamm sind froh, dass sie durch die FÖJlerin („Freiwilliges Ökologisches Jahr“) Luisa Herold aus Göttingen und die Praktikantin Marlena Fernandez, die momentan ihr waldpädagogisches Zertifikat erwirbt, Hilfe erhalten.

Bei den Osterferienspielen habe kniehoch Schnee gelegen, nun betragen die Temperaturen mehr als 30 Grad. Doch im Schatten unter den Bäumen lässt es sich aushalten. Und wem es doch zu heiß ist, der kann sich im abgegrenzten Badebereich des Steinbergsees abkühlen – und Ton mitbringen, woraus dann Tonfiguren hergestellt werden. So hat selbst der Badespaß noch einen pädagogischen Mehrwert.

Von Eduard Warda

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