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Hann Münden Familiäres Sommerfest mit rockigem Ausklang
Die Region Hann Münden Familiäres Sommerfest mit rockigem Ausklang
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11:54 01.07.2018
Sommerfest auf der Tillyschanze in Hann. Münden Quelle: Lisa Hausmann
Hann. Münden

Einige der Gäste nutzten das Sommerfest als Raststätte, bevor sie sich wieder an den Abstieg wagten. Der im März wiedereröffnete Zick-Zack-Weg war unter anderem eine gern genutzte Wanderroute. Mit leckerem Grillgut und Erfrischungsgetränken wurden die Ankömmlinge willkommen geheißen. „Leider ist dieses Jahr nicht so viel los wie sonst“, sagte Kassenwart Marco Hepe. Aufgrund der hohen Temperaturen würden viele Bewohner wohl das Hochbad vorziehen.

Sommerfest auf der Tillyschanze

Mit dem Auto ist der Aussichtspunkt, der etwa 90 Meter oberhalb von Hann. Münden liegt, nicht direkt zu erreichen. Wer dennoch nicht zu Fuß gehen wollte, hatte die Möglichkeit mit einem Oldtimerbus, Jahrgang 1936, die Höhen zu erklimmen. Arnold Zech vom Reisedienst Arnoldi hat innerhalb von zwei Jahren das Gefährt, das nur noch aus der Karosserie bestand, restauriert. Der Bus schaffte unerwartete, steile Anstiege. „Sie können die Haltegriffe wieder loslassen und sich entspannen“, rief Zech den Fahrgästen nach einer besonders wackeligen Anfahrt zu.

Das Sommerfest wurde von der Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze organisiert. Auf diesem Weg sollen Gelder für die Instandhaltung und Restauration des Aussichtsturms Tillyschanze gesammelt werden. Der Sperrung des Geländes im Jahr 2007 folgte die Gründung der Fördergemeinschaft 2011. Bis heute konnten 400000 Euro an Spendengeldern gesammelt werden, die bereits in den Turm und das Gelände investiert wurden. „Das Zimmer im Erdgeschoss ist seit drei Jahren für Hochzeiten geöffnet“, erzählte der Vorsitzende Manfred Albrecht. Davon gebe es jährlich bis zu 25. Die Gemeinschaft bringt bereits in der achten Auflage eine eigene Zeitschrift heraus, in der die Fortschritte und Ziele erklärt werden.

In einem aufgeschütteten Sandhaufen waren kleine Schätze in Form von Murmeln oder altem Schmuck vergraben. „Diese Aktion läuft immer besonders gut“, sagte Albrecht. „Die Kinder sind immer wie verrückt am Buddeln.“ Im Turm wurden über den Tag verteilt Führungen angeboten. Geschichten über das Schlossgespenst sind laut Albrecht auch jedes Mal ein großer Erfolg. Die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ), der Jugendverband des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), bot Popcorn, Kinderschminken und einen Ballonwettbewerb an. An die mit Helium gefüllten Ballons wurden Karten gehängt und in die Luft geschickt. Die Karte, die am weitesten entfernt gefunden und an den ASB zurückversandt wird, gewinnt.

Abends verwandelte sich das Familienspektakel in eine Rock-Nacht. Die Steven-Stealer-Rockband spielte zum achten Mal ein Benefizkonzert, bei dem die eingenommenen Spenden ebenfalls an die Fördergemeinschaft gingen. Der Gründer der Band Jürgen Stieler ist, neben seinen Tätigkeiten als Gitarrist, auch leitender Bauingineur des Projekts Tillyschanze und arbeitet besonders eng mit der Fördergemeinschaft zusammen. Ein wichtiger Sponsor ist auch die Volksbank Süd-Niedersachsen. Die Rocknacht erhielt im Vergleich zum Nachmittag einen regen Zulauf. „Die Rock am Turm Konzerte haben sich im Angebot des kulturellen Sommerprogramms unserer Stadt, mit jeweils annähernd tausend Besuchern, einen der vordersten Plätze erobert und sind aus dem Kulturprogamm der Open Air Saison nicht mehr wegzudenken“, sagte Schriftführer und Pressesprecher der Fördergemeinschaft Peter Schwarze.

Mehr zur Tillyschanze

Warum die Betreiber der Waldgaststätte ein Leben ohne Postleitzahl führen, können Sie hier nachlesen.

Von Lisa Hausmann

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