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Hann Münden Sturm Eberhard über Südniedersachsen: Feuerwehren im Dauereinsatz
Die Region Hann Münden Sturm Eberhard über Südniedersachsen: Feuerwehren im Dauereinsatz
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21:17 10.03.2019
Weil eine Birke zwei Fahrstreifen blockierte, musste die Autobahn 7 gesperrt werden. Quelle: Foto: Feuerwehr Münden
Landkreis

Heftige Schauer und starke Sturmböen sind am Wochenende über die Region hinweggezogen. In Hann. Münden wurde am Sonnabend die Kernstadtwehr alarmiert, um im Bereich des Waldgebiets Steinberg Bäume von der Straße zu räumen. Am Sonntag folgten zahlreiche Einsätze für die Feuerwehren in den Landkreisen Göttingen und Northeim.

Gleich mehrere Bäume fegte Sturm „Eberhard“ an der Kohlenstraße und dem Blankenweg am Sonnabendabend um, teilte die Feuerwehr Hann. Münden mit. Unter anderem war die Zufahrt zur Waldgaststätte Rinderstall versperrt. Wie Ortsbrandmeister Eike Schucht berichtete, sei die Kohlenstraße in Absprache mit Polizei und dem Bereich Sicherheit und Ordnung der Stadt Hann. Münden komplett gesperrt worden, nachdem klar gewesen war, dass mehrere Bäume entfernt werden müssten. Als auf dem Blankenweg, der Verbindung vom Rinderstall zur Bundesstraße 496/Franzosenbrücke während des Einsatzes der Feuerwehr Münden weitere Bäume nach den Sturmböen Schieflage hatten und umzustürzen drohten, sei auch der Blankenweg bis auf weiteres voll gesperrt worden.

Auch die Kreisstraße 409 zwischen den Ortsteilen Lagershausen und Elvershausen konnte am Sonnabend nicht mehr befahren werden.

Eine Birke versperrte zwei Spuren der A7. Quelle: Feuerwehr Münden

Am Sonntag setzte sich die Reihe der Großeinsätze fort. Unter anderem versperrte eine umgeknickte Birke zwei Spuren der Autobahn 7 bei Hedemünden. Die Autobahn musste Richtung Kassel zeitweise gesperrt werden, um den Baum von der Straße zu entfernen.

Straßensperrungen gab es im Zuständigkeitsbereich der Feuerwehr Göttingen bis zum Abend nicht. Doch sowohl die Leitstelle als auch die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte in Stadt und Landkreis hatten alle Hände voll zu tun, sagte ein Sprecher.

Im Landkreis Northeim rückten am Sonntag ebenfalls zahlreiche Feuerwehren aus. Am späten Nachmittag ging dort die erste Alarmierung aufgrund des Sturms Eberhard ein. In der Einsatzleitstelle liefen am Abend weitere Notrufe auf. Wie die Feuerwehr mitteilte, kam es zu Einsätzen in den Stadtgebieten Einbeck, Northeim, Dassel, Uslar, Moringen, und Hardegsen sowie in Katlenburg-Lindau und Nörten-Hardenberg. „Teilweise sind oder waren Fahrzeuge eingeschlossen, darunter auch Busse. Bäume sind insbesondere auf Straßen gestürzt“, teilte ein Sprecher mit.

Da sich die Feuerwehrleute beim Entfernen der Bäume selbst in Lebensgefahr gebracht hätten, wurden die betroffenen Straßen gesperrt. In Stöckheim stürzte eine Scheune teilweise ein. In Lindau und Bollensen lösten sich Dächer von Gebäuden gelöst, vielerorts fielen Dachziegel von den Häusern.

Gegen 21 Uhr schrieb Friedlands Bürgermeister Andreas Friedrichs auf seiner Facebook-Seite, dass die Kreisstraße 22 zwischen Groß Schneen und Ludolfshausen wegen umgestürzter Bäume nicht passierbar sei. Den Busverkehr für den kommenden Tag zu organisieren, sei derzeit nicht möglich. Das solle am Morgen erfolgen, so Friedrichs weiter.

Von Nadine Eckermann

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