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Hann Münden Zwei Jahre Bewährungsstrafe für 53-Jährigen
Die Region Hann Münden Zwei Jahre Bewährungsstrafe für 53-Jährigen
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09:00 28.04.2017
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Hann. Münden / Göttingen

Der 53-Jährige hatte gestanden, im vergangenen September in seiner Dachgeschosswohnung in einem von 20 Menschen bewohnten Mehrfamilienhaus in Hann. Münden seine Bettdecke angezündet zu haben. Vor der Brandstiftung hatte er noch die Rauchmelder in seiner Wohnung abmontiert. Der Angeklagte begründete dies damit, dass er sich habe umbringen wollen. Der Abbau der Rauchmelder habe verhindern sollen, dass man ihn womöglich retten könnte. Tatsächlich sei er dann aber, nachdem er das Feuer gelegt hatte, wegen der starken Rauchentwicklung in den Keller gegangen.
Die Feuerwehr konnte den Brand frühzeitig löschen. Laut Anklage war die Wohnung durch die Hitze und Rauchentwicklung jedoch erheblich verrußt worden. Insgesamt sei ein Sachschaden von 35.000 Euro entstanden. Der Angeklagte war nach dem Vorfall zunächst in eine psychiatrische Klinik gekommen und hatte sich später in einem leerstehenden Haus und in einem Wald versteckt, ehe er sich schließlich der Polizei stellte.

Das Gericht folgte mit seinem Urteil den gleich lautenden Anträgen der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung. Als Bewährungsauflage muss der 53-Jährige 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Von Heidi Niemann

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