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Northeim 50 Aussteller bieten Kulinarisches und Florales
Die Region Northeim 50 Aussteller bieten Kulinarisches und Florales
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00:26 30.05.2018
Auch Secondhand-Kleidung interessiert die Besucher des fünften Stadtmarktes in Hardegsen. Quelle: Art
Hardegsen

„Der Markt dient der Stärkung unserer schon sehr guten Gemeinschaft von allen zwölf Stadtteilen der Stadt Hardegsen“, sagte deren Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos) während der Eröffnung auf der „Freilichtbühne“ am Wasserbecken. Die Veranstaltung sei ein „identitätsstiftender Faktor“, da Erzeugnisse aus heimischer Produktion angeboten würden. Kaiser verwies darauf, „dass das Kommerzielle nicht im Mittelpunkt steht“.

Prinzip: Aus der Gemeinde für die Gemeinde

„Wir wollen aus der Gemeinde etwas für die Gemeinde bieten“, betonte der ehrenamtliche Marktvogt Gerhard Schulze, der zur Eröffnung symbolisch und mit Schwung die Marktglocke läutete. Das Programm habe den Charakter eines „großen Wochenmarktes“, betonte der 80-Jährige, der am Rande der Eröffnung einen Wunsch verriet: „Es wäre schön, wenn es irgendwann zehn statt bisher fünf Märkte gibt“.

50 Aussteller haben beim fünften Stadtmarkt in Hardegsen eine große Auswahl geboten. Gruppen aus den Stadtteilen bereicherten das Programm.

Nach den Worten erlebten die Besucher eine Premiere, bei der Mitmachen angesagt war. Mitglieder aller Vereine aus Trögen und Usinghausen hatten die Stationen für drei Turniere aufgebaut.. Besucher konnten zeigen, dass sie treffsicher sind und ein ruhiges Händchen haben. Diese Möglichkeit bestand beim Dartsspiel und dem Zielwerfen mit Tennisbällen, die in einer Kanne landen mussten. Am Tischkicker kam es auf den richtigen Dreh an. „Es ist eine gute Möglichkeit für beide Orte, sich präsentieren zu können“, berichtete Organisator Carsten Twele.

50 Aussteller bieten viel Auswahl

Im Mittelpunkt des Stadtmarktes standen Anregungen von 50 regionalen Ausstellern, darunter 80 Prozent Stammanbietern, die das Motto der fünften Auflage widerspiegelten: „Treffen und genießen“. Auf der Straße Schmiedewiese reichte die Auswahl von Lebensmitteln bis zu zubereiteten Speisen.

Der Markt war auch eine Plattform für regionale Gruppen, auf der sie ihre Talente einem großen Publikum zeigen konnten. Dazu gehörten die Kindertanzgruppe des Hardegser Sportvereins und der Spielmannszug Gladebeck. Damen überwiegend im reiferen Alter schwebten unter dem Motto „Galant aus zweiter Hand“ über den Laufsteg und präsentierten Kleidung aus zweiter Hand. Die „Models“ waren ehrenamtliche Unterstützerin der Kleiderstube Galant, einer sich selbst tragenden sozialen Einrichtung. „Wir wollen Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten die Gelegenheit bieten, sich chic zu machen“, erklärte Unterstützerin Ulla Bergmann.

Besucher können Rollator-Führerschein erwerben

Auch ungewöhnliche Aktionen gehörten zum Programm. So konnten Besucher einen Rollator-Führerschein erwerben. Entstanden war die Idee während eines Projektes des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, bei dem deutsche Städte auf Seniorenfreundlichkeit getestet wurden, erklärte Moderator Fred Fricke. Die Teilnehmer mussten einen kleinen Parcours meistern. Außerdem erfuhren sie, wie ein Rollator ausgerüstet sein sollte. Dazu zähle eine Klingel, eine Lampe, um sichtbar zu sein, eine Ankipphilfe und ein Kantenabweiser, zwei unabhängige Bremsen und ein verstellbarer Rückengurt, außerdem sollte er höhenverstellbar sein, benannte Fricke weitere Kriterien.

Auf dem „Marktplatz der schönen Dinge“ konnten Besucher beobachten, wie Kunst-Töpfer und Drechsler arbeiten, Holzskulpturen und Holzschnitte entstehen. Mit „Shabby Chic Wohnaccessoires“ spiegelte sich ein Trend der Zeit wider. „Die Leute begeistert es, wenn etwas alt aussieht, es aber neu ist“, berichtete Standbetreiberin Christina Ketteniß. Stark gefragt waren florale Angebote wie Blumen, Pflanzen, Stauden und Sträucher.

Von Axel Artmann

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