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Northeim 40-jähriges Bestehen der Northeimer Seekommission
Die Region Northeim 40-jähriges Bestehen der Northeimer Seekommission
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00:31 21.05.2018
Motorboote des THW brachten die Besucher zur Schute, dem Kiestransportschiff. Quelle: Christoph Mischke
Northeim

Jede Menge Aktionen gab es für die Besucher am Freitag rund um den Freizeitsee in Northeim zu bestaunen. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Northeimer Seekommission hatte die Veranstalter ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Die Besucherzahl hielt sich, vermutlich ob des Wetters, in Grenzen.

Abseilturm und Hüpfburg

Zwischen 13 und 18 Uhr konnten sich die Besucher bei frischen 11 Grad Celsius über die Arbeit der Rettungskräfte informieren. Mitarbeiter der Polizei, der Feuerwehr, der Deutschen Lebens-Rettung-Gesellschaft (DLRG) und des Technischen Hilfswerks (THW) stellten ihre Fahrzeuge und Gerätschaften vor und boten in ihren Motorbooten Rundfahrten über den See an. Das THW hatte am See einen Abseilturm installiert, an dem sich Jung und Alt, gut gesichert, in die Tiefe wagen konnten. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Naturscouts Leinetal, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Menschen das Naturschutzgebiet des Leinepolders näher zu bringen, waren ebenfalls vor Ort. „Wir machen hier kleine Führungen und haben für die Kinder Spiele in der Natur sowie ein Vogel- und Pflanzenquiz vorbereitet“, sagt Mitarbeiterin Ute Rabiger.

Fahrt mit der Schute

Gut besucht waren die spannenden Vorführungen der Feuerwehrtaucher, die, durch Leinen gesichert, im trüben Wasser des Kiessees ihre Kreise zogen. Im Lauf des Nachmittags war noch eine gemeinsame Einsatzübung des THW und der DLRG geplant. Ein besonderer Höhepunkt für die Besucher war die Fahrt mit einer Schute, die das Unternehmen August Oppermann zum Kiestransport einsetzt. Um zu dem Transportschiff zu gelangen, wurden interessierte Gäste mit schnellen Motorbooten des THW auf die andere Seeseite übergesetzt. Bootsführer Wolfgang Dell und seine Kollegen achten streng darauf, dass niemand ohne Schwimmweste das Boot betritt. Ein guter Plan, denn die Fahrt wird recht rasant und die Gischt spritzt durch den Fahrtwind häufiger einmal über den Bootsrand.

Kiesgewinnung aus 57 Metern Tiefe

Auf der Klappschute mit einem Fassungsvermögen von 350 Tonnen übernimmt Kurt Koppetsch das Kommando. Der Prokurist der Firma Oppermann, die seit Anfang der Fünfziger Jahre in diesem Bereich Kies abbaut, beschreibt anschaulich die eingesetzte Technik, schildert die Arbeitsabläufe und warnt auch eindringlich vor möglichen Gefahren. So erfahren die Besucher beispielsweise, dass die Kiesgewinnung mit Hilfe eines sogenannten Tiefengreifers erfolgt. Das ist ein Baggerdrehkran auf einem Ponton, der mit seinem 7,5 Kubikmeter fassenden, hydraulisch angetriebenen Greiferkorbs das Gestein aus einer Tiefe von bis zu 57 Metern fördert. Die heute als Ausflugsschiff dienende Schute transportiert den Kies dann zur Aufbereitungsanlage. Dort wird er gewaschen, gesiebt und in verschiedenen Körnungen gebrochen. Erik und Péllumb, zwei zehnjährige Schulfreunde aus Einbeck, finden die Schute absolut cool, vor allem den riesigen, jetzt leeren Laderaum, in dem nur ein wenig Wasser schwappt. Außerdem freuen sie sich über die Basecaps und die Gummibärchentüten, hier natürlich in LKW-Form, die ihnen Koppetsch geschenkt hat.

Warnung vor Gefahren

Der Prokurist weist auf die Stelle, an der die Uferschwalben brüten und beschreibt deren Nistverhalten. Eindringlich warnt er vor den Gefahren, die drohen, wenn beispielsweise Schwimmer die Absperrungen nicht beachten. Da würden Kräfte frei, die die Menschen nicht einmal ahnten. „Natur, Freizeit und Kiesabbau müssen sich überhaupt nicht ausschließen, wenn jeder Rücksicht nimmt“, sagt Koppetsch. Die Vereinbarung dieser Interessen habe sich die Northeimer Seekommission seit vielen Jahren zur Aufgabe gemacht.

Fotos zur Feier der Seekommission:

Jede Menge Aktionen gab es für die Besucher am Freitag rund um den Freizeitsee in Northeim zu bestaunen. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Northeimer Seekommission hatte die Veranstalter ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Die Besucherzahl hielt sich, vermutlich ob des Wetters, in Grenzen.

Von Christoph Mischke

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