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Northeim Hartmann gewinnt, muss aber in die Stichwahl
Die Region Northeim Hartmann gewinnt, muss aber in die Stichwahl
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00:23 28.02.2018
Gelöste Stimmung beim Etappensieger Simon Hartmann (SPD, Mitte). Quelle: Arne Bänsch
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Northeim

Nach Auszählung aller 29 Wahlbezirke konnte Hartmann 46,41 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Dodenhöft erreichte 41,33 Prozent. Dietmar Weiß, Kandidat der Freien Wähler, kam auf 12,25 Prozent der Stimmen.

Von den 23936 Wahlberechtigten gaben nur 9877 ihre Stimme ab. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 41,45 Prozent – deutlich unter der Marke von 50 Prozent, die sich die Northeimer Politik als Mindestbeteiligung gewünscht hatte. Bei der Bürgermeisterwahl im September 2013 hatte die Wahlbeteiligung noch 68,6 Prozent betragen. Damals fand allerdings gleichzeitig die Bundestagswahl statt, was für eine höhere Quote sorgte.

Hartmann: „Ich habe eigentlich eher ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet.“

Mit einem so deutlichen Abstand zu seinem nächsten Konkurrenten, erklärte Hartmann, habe er nicht gerechnet: „Ich habe eigentlich eher ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet.“ Über das Ergebnis sei er „sehr glücklich und sehr zufrieden“. Das Resultat sei „ein tolles Signal“, ganz viele in der SPD und darüber hinaus haben hinter mir gestanden“. Bei dieser Bürgermeisterwahl gehe es auch „um den Zusammenhalt in dieser Stadt“. Er hoffe jetzt auf eine deutlich höhere Wahlbeteiligung in der Stichwahl in zwei Wochen, für das er sich gerne in einem überparteilichen Bündnis einsetzen werde.

Dodenhöft sprach nach der Wahl seinen Dank aus für das Vertrauen der Northeimer Bürger und die gute Unterstützung durch sein Team und seine Familie. Er werde in den kommenden zwei Wochen bis zur Stichwahl „intensiv versuchen, weitere Wähler zu gewinnen“.

Weiß: „Leider hat es nicht so funktioniert, wie es hätte funktionieren sollen“

„Leider hat es nicht so funktioniert, wie es hätte funktionieren sollen“, erklärte Dietmar Weiß, Kandidat der Freien Wähler, zu seinem Stimmenergebnis. „Wir haben das gemacht, was wir in der Kürze der Zeit haben machen können.“ Als Einziges könne er sich vorwerfen, möglicherweise zu spät in den Wahlkampf eingestiegen zu sein: „Zwei Wochen mehr wären wohl besser gewesen.“ Außerdem habe er „als tatsächlich unabhängiger Kandidat“ anders als seine Konkurrenten keinen Parteiapparat hinter sich gehabt.

Die Wahl am Sonntag lief schleppend an. Bis 13 Uhr hatten etwa 17,4 Prozent der Wahlberechtigten ihr Wahllokal aufgesucht. Dazu kamen knapp 8,4 Prozent, die sich für die Briefwahl entschieden hatten, teilt die Wahlleitung mit.

Termin für die Stichwahl: 11. März

Die Entscheidung für den neuen Northeimer Bürgermeister muss nun in der Stichwahl fallen. Als Termin dafür ist Sonntag, 11. März, vorgesehen.

Die Wahl war notwendig geworden, nachdem der frühere Northeimer Bürgermeister Hans-erich Tannhäuser nach monatelangen Querelen sein Amt im September vorigen Jahres niedergelegt hatte. Zuvor hatte der Stadtrat ein Abwahlverfahren gegen ihn eingeleitet. Tannhäusers Gegner hatten seine Amtsführung und den Umgang mit Mitarbeitern und dem Rat kritisiert. Der Bauingenieur kam mit seinem Rücktritt einem einem 300 000 Euro teuren Abwahlverfahren zuvor.

Regulär wäre Tannhäuser erst im Jahr 2021 aus dem Amt geschieden. Die Amtszeit des neuen Northeimer Bürgermeisters läuft bis zum Jahr 2026.

Von Matthias Heinzel

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