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Northeim Direktmandat für Roy Kühne
Die Region Northeim Direktmandat für Roy Kühne
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22:28 24.09.2017
Quelle: ms
Northeim

Das Direktmandat ist im Wahlkreis 52 Northeim Goslar Osterode an Roy Kühne von der CDU gegangen. Mit 40,7 Prozent lag Kühne bei der Hochrechnung um 20.45 Uhr vor Marcus Seidel (SPD), der 34,6 Prozent der Erststimmen bekommen hatte. Bei den Zweitstimmen erhielt die CDU 32,9, die SPD 32,3 Prozent.

Kühne führte sein gutes Abschneiden auf vier Jahre überparteiliche Arbeit zurück, die er für die Region im Bundestag geleistet habe. Infrastruktur, Verkehr und Gesundheitsversorgung für die Region „bleiben mein Thema“. Das Ergebnis der CDU auf Bundesebene wertete er als Signal der Menschen: „Kümmert euch um uns. Hört uns zu.“ Das Abschneiden der AfD sei eine Gelb-Rote Karte für alle etablierten Parteien. Möglichen Koalitionsverhandlungen mit FDP und Grünen sah Kühne gelassen entgegen. „Ich glaube an Kompromisse.“


Mit 6,6 Prozent der Zweitstimmen blieben die Grünen im Wahlkreis 52 unter dem Bundesergebnis ihrer Partei. Viola von Cramon, Bundestagskandidatin des Wahlkreises für die Grünen, war trotzdem zufrieden. „Das war erwartbar, der Wahlkreis ist keine grüne Hochburg. Wir finden hier viel Zustimmung, die wir aber nicht in Stimmen umwidmen können.“ „Absolut in Ordnung“ fand sie die Aussicht auf Verhandlungen um eine Jamaika-Koalition. „Unsere Partei muss sich der Verantwortung stellen. Wir müssen ernsthaft verhandeln und unsere grünen Ideen einbringen.“ Für Südniedersachsen und den Harz sieht von Cramon den Ausbau des schnellen Internets und Fragen der Mobilität dabei im Vordergrund. Sie selbst wird auch über die Landesliste nicht in den Bundestag einziehen können.

Ebenfalls erfreut zeigte sich die FDP-Politikerin Nicole Langer: „Es ist schön, dass die Partei im Bund zweistellig ist.“ Zu den jetzt aufkommenden Forderungen nach einer Jamaika-Koalition äußerte sie sich skeptisch. „Da bin ich auf die Kompromisse gespannt.“ Als schwer zu verhandeln, sah sie zwischen FDP und den Grünen Fahrverbote für Verbrennungsmotoren. Beim Thema Einwanderungsgesetz sah sie Probleme mit der CDU. „Wir möchten feste Vorgaben, nach denen Menschen, die das wollen, in unserem Land bleiben können.“ 9,2 Prozent der Zweitstimmen verzeichnete die FDP im Wahlkreis 52. Langer wird über die Landesliste ihrer Partei nicht in den Bundestag kommen können.

Von Christiane Böhm

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