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Dorf-AG Lindau entwickelt konkrete Projektideen

Dorfregion „Wir 5 im Rhumetal“ Dorf-AG Lindau entwickelt konkrete Projektideen

Die Teilnehmer an der Dorf-AG Lindau in der Dorfregion „Wir 5 im Rhumetal“ haben gemeinsam mit Architekt und Stadtplaner Harald Meyer ihren Ort besichtigt. Im Anschluss entwickelten sie im Feuerwehrhaus konkrete Projektideen, die im Dorfentwicklungsplan berücksichtigt werden sollen.

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Die Teilnehmer der Lindauer Dorf-AG bei der Besichtigung des Platzes am ehemaligen Feuerwehrhaus. Im Hintergrund das historische Mushaus.

Quelle: Rüdiger Franke

Lindau. Meyer stellte zunächst noch einmal die möglichen Themenfelder für die Dorfregion vor: „Innenentwicklung / Nachnutzung / Wohnen“, „Versorgen / Mobilität / Soziales“, „Dorfleben / Identität / Kultur“, „Dorfgrün / Landschaft / Erholung“. Hinzu kämen die Querschnittsthemen Wirtschaft, demografischer Wandel, Klimaschutz und Baukultur. Auch gebe es bereits Vorschläge, welche die Lindauer in einer eigenen Zukunftswerkstatt im September 2017 vor dem eigentlichen Projektstart erarbeitet hatten. Darüber hinaus entwickelten die Teilnehmer zahlreiche weitere Ideen, um Lindau weiterzuentwickeln. Meyer arbeitete diese Punkte vor Ort in eine Karte ein.

Einen Schwerpunkt bilde der Marktplatz, begann der Stadtplaner die Ideensammlung. Dort hatte auch die Ortsbegehung begonnen. Der Platz erfahre nur eine geringe Nutzung und diene häufig als Stellplatz. Rund um den Markt gebe es Leerstände und Gebäude, in denen die Folgenutzung geklärt werden müsse. Nicht weit entfernt, am Bischof-Diederich-Platz befänden sich baufällige Gebäude. Der Platz an der ehemaligen Feuerwehr soll belebt werden. Von dort zu sehen ist das Mushaus, das älteste Gebäude des Ortes. Dieses gelte es zu erhalten und einer Nutzung zuzuführen.

Fuß- und Radwege

Erhalten werden müsse auch die Mordmühle außerhalb des Ortes, waren sich die Teilnehmer einig. Und der Bürgersteig dorthin sollte ausgebaut werden. Verschiedene Fuß- und Radwege wurden genannt, die entweder fehlen oder mit dringendem Reparaturbedarf angesehen werden. Auch ein Rundweg um Lindau wünschten sich die Teilnehmer, ebenso wie eine direktere Wegeverbindung vom Zentrum zum Freizeitgelände. Der jetzige Weg entlang der Brückenstraße sei unübersichtlich und zum Teil auch gefährlich. Gefährlich sei auch die Ecke gegenüber der Einfahrt des Gewerbebetriebes Kordes. Diese müsse entschärft werden. Am gegenüberliegenden Haus hätten zahlreiche Lkw ihre Spuren hinterlassen.

Weit mehr als 20 Projektideen nannten die Dorf-AG-Teilnehmer. Bauamtsleiter Hans-Ulrich Wiese sprach zum Beispiel den Hochwasserschutz an. Bei weiteren Vorschlägen aus der Runde ging es unter anderem um einen Platz für Jugendliche, die optische Aufwertung der Ortsdurchfahrt und die Revitalisierung in Leibeckendal. Aber auch einfache Dinge wie das Aufstellen von Hundekotbeutelspendern oder Sitzbänken fanden Berücksichtigung.

Liste nicht abgeschlossen

Eine umfangreiche Liste an Wünschen und Visionen trugen die Lindauer zusammen. „Es ist aber nicht zu spät, weitere Projekte einzubringen“, ermunterte Meyer die Bürger zu weiteren Überlegungen. „Die Liste kann später immer noch ergänzt werden.“ Es sei klar, dass nicht alle Projekte zum ersten Stichtag am 15. September beantragt werden könnten, sagte Gemeindebürgermeister Uwe Ahrens (parteilos). Es sei vielmehr ein perspektivischer Verlauf. In den kommenden Wochen sollen nun die Dorf-AGs in den anderen vier Orten Berka, Elvershausen, Gillersheim und Katlenburg starten.

Von Rüdiger Franke

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