Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Northeim „Busse sind nicht überfüllt“
Die Region Northeim „Busse sind nicht überfüllt“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 17.12.2016
Die Schüler der Thomas-Mann-Schule und der Erich-Kästner-Schule sollten für die Aktion in einen Linienbus der Firma Weihrauch-Uhlendorff steigen. Quelle: Wenzel
Anzeige
Northeim

Rund 100 Schüler der Thomas-Mann-Schule und der Erich-Kästner-Schule in Northeim sollten für die Aktion in einen Linienbus der Firma Weihrauch-Uhlendorff steigen. Der Bus verfügt den technischen Daten zufolge über 45 Sitz- und 50 Stehplätze. „Immer wieder erreichen uns Beschwerden von besorgten Eltern, dass die Busse überfüllt sind“, sagte Michael Klindt vom Landkreis Northeim und fügte an: „Mit dieser Demonstration wollen wir zeigen, dass wir die Beschwerden der Eltern ernstnehmen, aber auch, dass die Busse nicht überfüllt sind.“ Wenn ein Bus 95 Menschen Platz biete, sei der Bus laut Gesetzgeber erst mit 96 Passagieren überfüllt und damit nicht verkehrssicher. Die Initiative für den Test ging von einer Mutter in Einbeck aus.

Während der Aktion trugen die Schüler ihre Jacken und Schulranzen. Nach und nach stiegen sie in den Bus ein, bis kein Schüler mehr einen Sitz- oder Stehplatz fand. Von den 50 Stehplätzen waren am Ende 34 belegt. Für 16 Kinder war kein Platz mehr im Bus. Somit war der Bus voll, obwohl die maximal zulässige Fahrgastbelegung unterschritten wurde.

„Die Auslastung liegt nie bei 100 Prozent, sondern bei bis zu zwei Dritteln der Plätze im Bus“, erklärte Thomas Sindram von der Polizei Northeim-Osterode. Die Polizei kontrolliere gemeinsam mit dem Bundesamt für Güterverkehr wegen der Elternbeschwerden regelmäßig Busse. Überprüft werden dabei Technik, Ausrüstung und Platzbelegung.

Der Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) und die Verkehrsbetriebe planen Klindt zufolge mit den Angaben des Landkreises zu den Zahlen der Schüler, die einen Anspruch auf Busbeförderung haben: „Sie planen mit etwa 70 bis 75 Prozent der Kapazität des Busses. Wenn wir beispielsweise 90 Schüler melden, überschreitet das den Wert für einen Bus mit Platz für 100 Personen. Zwei Busse werden dann geschickt.“

Von Alisa Altrock

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Northeim Gegner sammeln 1375 Unterschriften - Heftiger Protest gegen geplanten Nörtener Autohof

Auf breite Ablehnung stößt der in Nörten-Hardenberg an der Autobahn 7 geplante Autohof Leinetal. 1375 Unterschriften sammelten Gerlinde Haller aus Angerstein und Jürgen Beisiegel aus Hardegsen innerhalb von vier Monaten gegen das Projekt. Am Mittwoch übergaben sie diese der Bürgermeisterin.

17.12.2016

Das am Mittwoch vergangener Woche in einem Northeimer Mehrfamilienhaus ausgebrochene Feuer, bei dem ein Mann ums Leben gekommen ist, war ein Unglückfall. So lautet das Urteil der Ermittler nach einer Untersuchung des Brandortes am Montag.

14.12.2016

Karl-Heinz Rehkopf ist an seinem 80. Geburtstag vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil mit dem Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens ausgezeichnet worden. Der gebürtige Fredelsloher hat nach dem Studium der Betriebswirtschaft in Göttingen 1972 mit anderen die Teppich-Domäne Harste gegründet.

17.12.2016
Anzeige