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Northeim Erinnerung an verheerende Feuersbrunst
Die Region Northeim Erinnerung an verheerende Feuersbrunst
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00:17 25.12.2016
An Heiligabend 1678 legte ein Großbrand weite Teile der Stadt Hardegsen in Schutz und Asche. Quelle: Heller
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Hardegsen

Das Feuer, das fast die ganze Stadt niederbrannte, war von einer Frau verursacht worden, die am offenen Feuer Flachs trocknete. Was ohnehin verboten war, führte zu einer „großen Katastrophe für die Stadt“, sagt Stadtheimatpfleger Herbert Heere. Zu Schaden kam bei der Feuersbrunst damals niemand, weil zum Zeitpunkt des Ausbruchs eine Messe stattfand. Aber: „Die Häuser sind längst nicht alle wieder aufgebaut worden“, erklärt Heere. 60 sogenannte Brauhäuser, 47 Kötner-Häuser sowie 68 Scheunen und Stallungen und die gesamte Ernte verbrannten am Heiligabend 1678. Außerdem kamen 25 Rindviehcher, 104 Schweine und zahlreiches Geflügel ums Leben. Die Feuerbrunst überstanden nur die Kirche, die Burg und einige kleine Häuser. In ihnen suchten die obdachlos gewordenen Bürger Unterschlupf.

Ein Jahr später, 1679, beschlossen die Hardegser Ratsherren, dass das Geschehene nicht in Vergessenheit geraten soll. Seither wurde jedes Jahr an Heiligabend an dem Großbrand erinnert, bis 1966. Erst 1996 wurde der Gottesdienst von Heere und dem damaligen Pastor Wolf Friedrich Merx wieder ins Leben gerufen.

Seit die ökumenische „Feuerbetstunde“ wieder einen Platz im kirchlichen Leben in Hardegsen habe, sei sie „sehr gut besucht“, sagt der Stadtheimatpfleger. Die Geschichte sei auch heute noch „sehr geläufig, das weiß wirklich jeder“.

Seit nun mehr 20 Jahren liest Heere während des Gottesdienstes einen Text vor, den der Superintendent Georgius Schrader 1679 anlässlich der Katastrophe verfasst hatte, dem Gelübde der Ratsherren zu ehren. Ihm zur Seite wird am Sonnabend Pastor Bernd Ranke stehen, es wird gesungen und eine Predigt gehalten. Beginn in der St.-Mauritiuskirche, Burgstraße 6, ist um 10 Uhr.

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