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Northeim Hälfte der Lastwagen beanstandet
Die Region Northeim Hälfte der Lastwagen beanstandet
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00:17 16.10.2016
Quelle: Harald Wenzel
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Parensen

Alle drei hatte die Polizei auf dem Parkplatz Leineholz-West bei Parensen kontrolliert, der für die Aktion für den normalen Verkehr gesperrt blieb. Weitere Überprüfungen des Schwerlastverkehrs nahm die Göttinger Polizei an der Hildesheimer Börde auf der Bundesautobahn 7 und an der Bundesstraße 6 bei Nienburg am Rehhagen auf der Bundestraße 6 vor. Beteiligt waren auch der Zoll, das Bundesamt für Güterverkehr, der Landkreis Göttingen und das Veterinäramt sowie Polizeibeamte aus Hessen und Thüringen.

Von den 174 Lastwagen mussten 89 Fahrzeuge beanstandet werden, teilt die Polizei weiter mit. Die Folge: 180 Ordnungswidrigkeitenverfahren, unter anderem wegen diverser Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten. Die Lkw-Kontrollen sind zeitaufwendig: Eine Prüfung dauert 30 bis 45 Minuten.

Zwei Punkte und ein Fahrverbot

Außerdem gab es Geschwindigkeitsmessungen, auch für Pkw. Von den gemessenen 13467 Fahrzeugen waren 352 zu schnell. Das führte zu 155 Verwarnungen und 197 Ordnungswidrigkeitenverfahren und damit zu einer Ahndungsquote von 2,6 Prozent. 13 Autofahrer müssen zudem mit einem Fahrverbot rechnen. Spitzenreiter war ein Automobilist mit einer Überschreitung von 55 Stundenkilometern bei erlaubten 100. Auf ihn kommen zwei Punkte in Flensburg und ein zweimonatiges Fahrverbot zu.

Großkontrollen wie am Donnerstag wirkten abschreckend, meint Polizei-Sprecher Michael Weiner: „Das spricht sich schnell herum.“ Um die Sicherheit von Lastwagen zu erhöhen und so die Unfallzahlen zu senken, fordert Göttingens Polizeichef Uwe Lührig vom Gesetzgeber zudem eine Pflicht der Hersteller zum Einbau von automatischen Bremssystemen. Außerdem wünscht sich Lührig bessere Möglichkeiten, die Firmen für Verstöße mitverantwortlich zu machen. Die Lastwagenfahrer würden von ihren Chefs viel zu oft gezwungen, zu schnell zu fahren oder gegen die Lenk- und Ruhezeitenregeln zu verstoßen.

Weniger Unfälle, mehr Kontrollen

Die Großkontrolle vom Donnerstag ist auch ein Resultat der A7-Konferenz vom Juli 2015. Unter dem Eindruck des schweren Gefahrgutunfalls vom Dezember 2014 und einer überproportionalen Häufung von schweren Unfällen auf dem Südabschnitt der A 7 in Niedersachsen. An einem Drittel aller schweren Verkehrsunfälle, so die damalige Statistik, war der gewerbliche Güterverkehr beteiligt.

Besondere Sorge bereitet dem Göttinger Polizeichef Uwe Lührig die sehr schweren Unfälle mit Lastwagen, die mit hoher Geschwindigkeit auf ein Stauende auffahren. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist Ablenkung die Ursache, meist durch die Benutzung von Mobiltelefonen.

Nach der Einführung weiterer Tempolimits, verstärkter Kontrollen, einem Blitzgerät am Dreieck Drammetal und schnellerer Rettungs- und Bergungseinsätze seien die Zahlen der Unfälle und der Vollsperrungen zurückgegangen, erklärt Lührig. gesunken, sagt Lührig. So habe es im südlichen Bereich der A 7 30 Prozent weniger Unfälle und sogar 70 Prozent weniger unfallbedingte Vollsperrungen gegeben.

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