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Northeim Leine-Solling und Harzer Land gründen Kirchenkreisverband
Die Region Northeim Leine-Solling und Harzer Land gründen Kirchenkreisverband
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18:35 17.05.2018
Stephanie von Lingen und Volkmar Keil Quelle: Archiv
Osterode / Northeim

Für die beiden Kirchenkreise und die insgesamt 90 Kirchengemeinden und sechs Kapellengemeinden mit zusammen etwa 110000 Gemeindegliedern bedeute dieser Zusammenschluss wenig Änderungen. Vor allem gehe es um weniger Verwaltung und mehr Effizienz, nennen die Verantwortlichen, Superintendent Volkmar Keil vom Kirchenkreis Harzer Land und Stephanie von Lingen vom Kirchenkreis Leine-Solling, Gründe für die Fusion. Die größten Veränderungen kämen vermutlich auf die etwa 60 Mitarbeiter der bisherigen Kirchenkreisämter zu, die von nun an gemeinsam in den Gebäuden Bahnhofstraße 29, 29a und 30 in Northeim arbeiten werden. Ein Front Office am Schlossplatz in Osterode bleibe erhalten. Doch auch die Mitarbeiter hätten bereits Zeit gehabt, einander kennenzulernen und Arbeitsprozesse aufeinander abzustimmen, betonen die Verantwortlichen.

Verwaltung wird gebündelt

„Die Gründung des Verbandes ist aus Sicht des Kirchenkreises Harzer Land von unschätzbarer Wichtigkeit“, sagt Keil. „Auch wenn das Amt in Northeim ist, verantworten es beide Kirchenkreise gemeinsam. Ich freue mich jedenfalls, dass dieser Schritt geglückt ist.“ Ebenso sieht es Superintendentin Stephanie von Lingen, die sich über den Zuwachs an Mitarbeitern freue. „Ich hoffe, dass das Amt in Zukunft ein noch besserer Dienstleister ist als bisher. Das gemeinsame Knowhow wird jedenfalls vielen zugute kommen.“

Zu den Aufgaben des Kirchenamtes zählt die Arbeit in 35 Kindertageseinrichtungen mit 2415 Plätzen, davon 27 Einrichtungen in Kindertagesstättenverbänden. Dazu müssen neun diakonische Einrichtungen sowie 565 Gebäude im Eigentum der Körperschaften, 98 Mieteinheiten und etwa 1700 Pachtgrundstücke verwaltet werden. Weiterhin kommen 60 Friedhöfe hinzu sowie Verwaltungshilfen für unselbstständige Stiftungen, diverse Fördervereine im Umfeld der Kirchengemeinden und etliches mehr.

Keine „Behördenmentalität“ in den Abteilungen

Karl-Heinz Himstedt Quelle: Archiv

Die Leitung des Amtes übernimmt Karl-Heinz Himstedt, Amtsleiter im jetzigen Amt in Northeim. Seine Stellvertreter werden Peter Slawik und Christa Eulert, bisherige Amtsleiterin in Osterode. Insgesamt gibt es im neuen Kirchenamt sieben Abteilungen für die verschiedenen Fachbereiche, die jeweiligen Abteilungsleiter haben sich bereits mit den neuen Aufgaben sowie den Mitarbeitenden vertraut gemacht.

Im Front Office in Osterode wird der jetzige stellvertretende Amtsleiter Michael Steinke die Leitung haben. Somit solle sich auch fürs Harzer Land so wenig wie möglich ändern. Vor allem soll auch weiterhin in allen Abteilungen keine „Behördenmentalität“ einziehen, wie alle Beteiligten im Sinne der Kunden und auch des eigenen Arbeitsumfeldes betonen. Die eigentlich verwaltungsrechtliche Formalie sei für beide Kirchenkreise ein wichtiger Schritt in die Zukunft, sagen die Initiatoren.

Von Claudia Nachtwey

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