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Northeim Unbekannte sprengen Geldautomaten
Die Region Northeim Unbekannte sprengen Geldautomaten
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17:02 14.04.2017
Quelle: rf
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Lindau

Die beiden unbekannten Täter hatten gegen 1.48 Uhr die Zugangstür zur Zweigstelle der Kreissparkasse Northeim an der Bundesstraße in Lindau aufgehebelt. Dann brachten sie einen Sprengsatz in der Nähe des Geldautomaten an und lösten diesen per Fernzündung aus.

Durch die heftige Explosion wurden der Geldautomat zerstört und die Zweigstelle erheblich beschädigt. Zahlreiche Anwohner hatten in der Nacht den lauten Knall der Explosion gehört. "Die Druckwelle war bei uns im Haus noch zu spüren", sagte Katrin Wolf, die etwa 200 Meter von der Bank entfernt wohnt. Kurze Zeit später seien auch schon die Martinshörner von Feuerwehr und Polizei zu hören gewesen.

Geldautomat in Lindau gesprengt

Viele Lindauer machten am Karfreitag während eines Spaziergangs oder einer Radtour Station vor dem Sparkassengebäude. Die Tat hatte sich im Ort schnell herumgesprochen, und so wollten zahlreiche Menschen, viele von ihnen Kunden der Sparkasse,  Einzelheiten zu dem Verbrechen erfahren. Währenddessen waren die Bankangestellten mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Glassplitter lagen im gesamten Vorraum verteilt. Der Geldautomat stand ohne Verkleidung in seiner Ecke. Die Seitenabdeckung des Tresorfachs - so schwer, dass sie einer allein kaum bewegen konnte - lag etwa zwei Meter vom Automaten entfernt. Die Servicestation lag auf der Seite, und die Trennwand zum Geschäftsraum war aus der Verankerung gerissen.

Die genaue Schadenshöhe ist nach Angaben der Polizei noch unbekannt, müsste aber deutlich über 100.000 Euro liegen. Wie viel Geld die Einbrecher erbeuteten, stehe noch nicht fest.

Die Täter flüchteten nach Zeugenaussagen mit einem dunklen Auto, vermutlich einem neueren Opel Kombi mit Göttinger Kennzeichen in Richtung Strohkrug. Eine sofort eingeleitete Fahndung brachte keinen Erfolg. Bis Freitagmittag sicherten Ermittler spuren am Tatort. Auch ein Sprengstoffexperte war im Einsatz. Welchen Sprengstoff die Täter verwendeten, war am Freitag noch unklar.

Im Einsatz waren auch die Ortsfeuerwehren von Lindau und Katlenburg. Die Bundesstraße war im Bereich der Bank für die Zeit der Ermittlungen und Spurensicherung gesperrt. Die Bank bleibt bis mindestens Dienstag geschlossen. Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 05551/70050 bei der Northeimer Polzei zu melden.

Vor 15 Jahren gab es bereits einen versuchten Raubüberfall auf das Lindauer Geldinstitut. Damals wollten die Täter mit einem Unimog und einer Kette den Bankautomaten aus der Bank reißen. Allerdings riss die Kette, als sich der Geldautomat vor der Tür verkeilte. Die Täter flüchteten daraufhin ohne Beute. rf/afu

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