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Northeim Riesen-Räder für Nörten
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15:34 26.02.2018
34162193 Windrad dpa Quelle: Steffen Rasche
Nörten-Hardenberg

Diskutiert wurden beide Vorhaben am Dienstag im Nörtener Bauausschuss. Die geplanten Windräder bei Sudershausen sollen auf zwei Flächen nördlich des Ortes verteilt werden. Investor ist die europaweit aufgestellte VSB Holding, die über Standorte in Deutschland, Frankreich, Italien, Finnland, Polen und Rumänien verfügt.

Die Windkraft-Prognosen für den Standort Sudershausen reichten aus, erklärte der VSB-Vertreter im Bauausschuss. Allerdings müssten noch Messungen vorgenommen werden. Außerdem stehe die Bestimmung der Vogelbestände noch aus: Für die Nistplätze von Schwarzstörchen und Seeadlern sei ein Mindestabstand von 3000 Metern vorgeschrieben, für Rotmilane und Weißstörche von 1500 Metern. Auch Schall- und Schattengutachten seien noch zu erstellen. Ein Bauantrag werde frühestens im Jahr 2020 gestellt.

Unter den Bauausschuss-Mitgliedern gab es Bedenken wegen des geplanten Mindestabstands der Anlagen zur Wohnbebauung von 1000 Meter. Diese Festlegung stamme aus einer Zeit, in denen die Windräder wesentlich kleiner waren als die aktuellen 240-Meter-Anlagen. Sollten solche Windräder entstehen, müssten die Abstände vergrößert werden, so die Kritik. Dies auch deshalb, weil sich Schattenwurf und Lärm bei größeren Anlagen naturgemäß stärker auswirkten.

Ein weiteres Windkraft-Gebiet soll zwischen Lütgenrode und Wolbrechtshausen entstehen. Dafür seien fünf Windräder geplant, erklärte die Nörtener Gemeindeverwaltung. Ein Problem gebe es mit der Feldmarkgenossenschaft, die eine Benutzung ihrer Wege dort bislang verweigere. Bleibe sie dabei, könnten auf der 1,7 Hektar großen Fläche statt fünf nur vier Windräder errichtet werden. Wie für das Projekt bei Sudershausen gibt es auch für das Vorhaben bei Lütgenrode noch keinen Bauantrag.

Weiterhin befasste sich der Nörtener Bauausschuss mit dem Bebauungsplan Industriegebiet-Ost: Östlich seines bisherigen Standorts am Rodebach will die Industrietechnik-Firma Rohde weitere Hallen errichten. Zurzeit wird dort Landwirtschaft betrieben. Ein Vertreter der Planungsgruppe Puche stellte den Entwurf für die Erweiterung vor, die außer den Firmengebäuden einen Parkplatz für die Mitarbeiter vorsieht. Zum Schutz der Wohnbebauung an der Straße Zum hohen Felde soll an der Südseite des Erweiterungsgeländes ein 15 Meter breiter Grünstreifen angelegt werden.

Zuletzt war das Gewerbegebiet im Jahr 2008 erweitert worden. Damals war für die jetzt geplante Erweiterungsfläche eine Nutzung zu Sportzwecken einschließlich Freibad vorgesehen. Darüber gab es keine Diskussion – auch weil es jetzt nördlich des Rodebachs Sportstätten gibt. Die Aufhebung des Sport- und Freizeitgeländes zugunsten der Rohde-Erweiterung ging einstimmig durch.

Von Matthias Heinzel

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