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Northeim Polizei findet Gasflaschen in Diemarden
Die Region Northeim Polizei findet Gasflaschen in Diemarden
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00:16 21.04.2017
Der gesprengte Geldautomat in Lindau Quelle: RF
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Diemarden/Lindau

Am Freitagabend hatte ein Zeuge demnach Feuerwehr und Polizei alarmiert, weil er in der Garte in Diemarden verdächtige Gegenstände entdeckt hatte. Die Ermittler stellten in dem Fluss daraufhin zwei Gasflaschen und zwei Geldeinschübe sicher. Damit habe sich der Verdacht erhärtet, dass sich die Täter nach der Sprengung des Geldautomaten dieser Gegenstände in Diemarden entledigt hätten, so die Polizei.

Eine gewaltige Explosion hatte die Bewohner der Ortschaft Lindau in der Nacht zu Karfreitag aus dem Schlaf gerissen. Wie sich kurz darauf herausstellte, hatten Unbekannte den Geldautomaten in der Filiale der Kreissparkasse Northeim gesprengt. Dabei erbeuteten sie offenbar mehrere Geldkassetten, teilte die Polizei mit. Die Täter flüchteten nach Zeugenaussagen mit einem dunklen Auto, vermutlich einem neueren Opel Kombi mit Göttinger Kennzeichen, in Richtung Strohkrug. Eine sofort eingeleitete Fahndung brachte keinen Erfolg.

So schnell kein neuer Automat

Durch die heftige Explosion wurden der Geldautomat zerstört und die Zweigstelle erheblich beschädigt. Die genaue Schadenshöhe ist nach Angaben der Polizei noch unbekannt, müsste aber deutlich über 100 000 Euro liegen.

Unterdessen arbeiten die Verantwortlichen der Kreissparkasse Northeim fieberhaft daran, die Zweigestelle in Lindau wieder für die Kunden zu öffnen. Dies werde voraussichtlich am Freitag, spätestens aber am Montag der Fall sein, sagte Axel Bensemann, Mitglied des Vorstands der Kreissparkasse, auf Anfrage. Es würden dann wieder die bekannten Öffnungszeiten gelten. Allerdings sei es in Lindau bis auf Weiteres nur möglich, Geld am Schalter abzuheben. Ein neuer Geldautomat sei so schnell nicht zu beschaffen, sagte Bensemann. Kunden könnten aber zum Beispiel in der Filiale der Kreissparkasse in Katlenburg rund um die Uhr Geld abheben.

© Feuerwehr Gleichen

Bereits kurz nach der Tat sei die Kreissparkasse informiert worden, erklärte Bensemann. In solchen Fällen greife ein Notfallplan. Dieser habe „sauber funktioniert“. Nachdem die Ermittler der Polizei ihre Arbeit am Tatort abgeschlossen hatten, begannen Mitarbeiter der Bank mit den Aufräumarbeiten. Außerdem sei umgehend eine Notfalltür eingebaut worden, sagte Bensemann. Derzeit sei man dabei, die Zweigestelle wieder herzurichten, um diese dann hoffentlich am Freitag wieder öffnen zu können.

Die Polizei Northeim sucht unterdessen weiterhin Zeugen der Tat. Die Ermittler bitten Bürger, die in der fraglichen Zeit verdächtige Personen oder fremde Fahrzeuge in Diemarden oder in Lindau wahrgenommen haben, sich unter der Telefonnummer 05551/70050 zu melden. afu

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