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Northeim Sanierungsbedarf am Burg-Gemäuer
Die Region Northeim Sanierungsbedarf am Burg-Gemäuer
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00:17 17.09.2016
„Gefahr im Verzug“: Nachdem vom Giebel des Muthauses an der Burg Hardegsen ein Sandstein herunterfiel, erfolgten am Mittwoch Not-Sicherungsarbeiten per Kran. Quelle: Harald Wenzel
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Hardegsen

Mit der nördlichen Altstadt wurde die Stadt Hardegsen in das Sanierungsprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz aufgenommen. Zwischenzeitlich habe es Sitzungen des Sanierungsbeirates und Anfang August auch Gespräche in dem Quartier zu Füßen der Burg gegeben, sagt Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos). Planungsbüro und Beratungsunternehmen hätten mit den Grundstücks- und Gebäudeeigentümern Kontakt aufgenommen, um sich über den Bestand zu informieren und sich über mögliche Umgestaltungen auszutauschen. „Hie und da gab es durchaus Hinweise, dass auch Veränderungswünsche bestehen“, so der Bürgermeister.

Zuvor sollen aber erst einmal der Ist-Zustand der Objekte und die Wünsche an eine künftige Nutzung erfasst und bis Jahresende ein Rahmenplan erstellt werden. Immobilienbesitzer bekämen eine Erstberatung, die auch den Aspekt des Denkmalschutzes berücksichtige. Während der Ausschusssitzung am Dienstag wurden die geplanten Förderrichtlinien vorgestellt. Für die Programmjahre 2015/2016 stehen vorbehaltlich des Bewilligungsbescheides ein Kostenrahmen von 240 000 Euro zur Verfügung, wovon 80 000 Euro Mittel der Gemeinde sind.

Nicht nur Privatleute können von Fördermöglichkeiten im Sanierungsgebiet nördliche Altstadt profitieren. In dieses fällt nämlich auch der Gebäudebestand der Burganlage im Eigentum der Stadt. Hier sieht Kaiser Sanierungsbedarf, denn es gebe zum Teil „massive Schäden“ an der Bausubstanz zum Beispiel am Mauerwerk des Muthauses, an der Amtshausfassade oder auch am Tonnengewölbe der Rüstkammer. Gerade erst sei ein Sandstein aus dem Südgiebel des Muthauses herausgebrochen, berichtete er, weshalb am Mittwoch mit Hilfe eines Krans Not-Sicherungsarbeiten erfolgten. „Es ist Gefahr im Verzug“, betonte Kaiser.

Teil der Präsentation eines möglichen Entwicklungskonzeptes für das Burg-Areal war eine grobe Kostenschätzung für die Behebung der Bauschäden. Etwa 680 000 Euro seien nötig, schätzt Architekt Frank Stegmann. Desolat sei zum Beispiel der Zustand der Steintreppe am Haus des Gastes. „Die gehört eigentlich gesperrt“, meinte Stegmann und bezifferte die Kosten für eine Treppensanierung auf knapp 40 000 Euro. Rund 120 000 Euro würde die Sanierung des Putzabrisse an den Fassaden kosten.

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