Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Northeim Sebastian Habeck zum Pastor ordiniert
Die Region Northeim Sebastian Habeck zum Pastor ordiniert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 31.01.2018
Sebastian Habeck beim Festgottesdienst in der Lindauer Kreuzkirche. Quelle: Heller
Lindau

Sebastian Habeck ist am Sonntag in Lindau zum neuen Pastor der Gemeinden Lindau und Bilshausen ordiniert worden. Landessuperintendent Eckhard Gorka leitete den Festgottesdienst in der voll besetzen Kreuzkirche.

„Meine Güte, wenn es am Sonntagnachmittag schon so voll ist, wie voll ist es dann erst am Sonntagvormittag“, sagte Gorka, der sich über die Resonanz freute. Es berichtete von einem Gespräch mit Habeck, in dem der Pastor das biblische Bild des Adlers verwendet habe. Darin bringt ein Vogel seinen Jungen das Fliegen bei. Je nach Übersetzung scheuche der Adler die Jungen aus dem Nest, damit sie selbst fliegen lernen und breite seine Fittiche aus, um sie zu tragen.

Irgendwann hilft nur noch Vertrauen

So geht es den Menschen auch, sagte Gorka, „irgendwann hilft nur noch das Vertrauen, gut vorbereitet zu sein und dass das Unsichtbare uns trägt.“ Dieses Vertrauen auf das Unsichtbare, auf Gott, zu erlangen, dabei wolle ein Pastor helfen und so seine Gemeinde aufs Fliegen vorbereiten. „Wir sind alle dazu berufen, Menschen Luft unter den Flügeln zu machen“, umschrieb der Landessuperintendent die verantwortungsvolle Aufgabe, die auch Habeck erwarte.

„Wir sind erleichtert, dass nach relativ kurzer Zeit die Pfarrstelle wieder besetzt werden konnte“, äußerte Monika Güll für den Kirchenvorstand während des Empfangs im Gemeindehaus. „Wir sind gespannt, welche Akzente sie in der Gemeindearbeit setzen werden“, sagte sie an Habeck gewandt.

Superintendent Volke Keil erinnerte daran, dass die Gläubigen in Lindau zum ersten Mal eine Ordination erleben konnten. Die erste Pfarrstelle im Pastorenleben sei immer „eine besondere Stelle“. Keil wünscht sich, dass Habecks Zeit in Lindau und Bilshausen „eine richtig gute Zeit“ wird, die ihn auch für seinen Beruf ermutige und ihm „Freude macht an seinem Dienst“.

Bereichernde Zusammenarbeit im Eichsfeld

Habeck werde in einer „ganz besonderen Region“ tätig, betonte der Superintendent. Das katholisch geprägte Eichsfeld sei „ein bisschen anders“. Das Miteinander der Konfessionen biete „unglaubliche Chancen“. Der Stellenwert des christlichen Glaubens sei gesellschaftlich „noch wesentlich höher als anderswo“. „Manche Evangelische sagen, man könnte sich fühlen wie in einem kleinen gallischen Dorf“, sagte Pastorin Claudia Edelmann und ergänzte: „Ein Gegeneinander leben wir hier so nicht mehr.“ Es gebe eine „bereichernde gute Zusammenarbeit“. Man könne im Eichsfeld gut leben. Bilshausens Bürgermeisterin Anne-Marie Kreis äußerte den Wunsch, dass Habeck als junger Pastor die Kirchengemeinden Lindau und Bilshausen auf einen „neuen, schönen, langen Weg bringt“.

Von Axel Artmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bei einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 580 bei Einbeck ist am Freitagmorgen ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei schwer verletzt worden.

28.01.2018
Northeim In Gegenverkehr geraten und Auto nicht gesichert - Senior verursacht zwei Unfälle in Folge in Nörten-Hardenberg

Gleich zwei Unfälle in Folge hat am Sonnabendabend ein Senior in Nörten-Hardenberg verursacht.

28.01.2018

Kleiner Fehler, große Wirkung: Ohne einen Gang einzulegen hat eine 28 Jahre alte Autofahrerin am Sonnabendabend ihren VW in Hollenstedt geparkt. Das Problem: Die Straße ist abschüssig.

28.01.2018