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Northeim Theatertage in Sudershausen
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00:18 27.02.2018
Eine Dorfkomödie mit tratschenden Nachbarinnen, turbulenten Verwicklungen und jeder Menge zweideutiger Witze hat am Freitagabend im Sudershäuser Sporthaus Premiere gefeiert. Quelle: Peter Heller
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Sudershausen

Eine Dorfkomödie mit tratschenden Nachbarinnen, turbulenten Verwicklungen und jeder Menge zweideutiger Witze hat am Freitagabend im Sudershäuser Sporthaus Premiere gefeiert. Die örtliche Theatergruppe führte Jonas Jettens Dreiakter „Modenschau im Ochsenstall“ auf.

140 Zuschauer drängen sich am Freitag im ausverkauften Sporthaus des VSSG an der Leisenröder Straße. Helfer hatten bereits am vorangegangenen Wochenende in der Halle im ersten Stock PVC-Auslegware verlegt, um den empfindlichen Boden zu schützen. Die vielen Stühle waren aus dem Lager geholt worden.

Die Bühne stand seit Anfang Januar. „In den vergangenen Wochen tanzte unsere Zumba-Trainerin beim Training immer dort oben vor“, erzählt der VSSG-Vorsitzende, Lars-Kristian Kovdal. Der gebürtige Däne heiratete 1996 nach Sudershausen ein. Seit dreieinhalb Jahren leitet er den Verein, zu dessen 24 Sparten die Theatergruppe gehört.

Drei ausverkaufte Vorstellungen

Die Schauspieler fanden sich vor rund 20 Jahren zusammen. „Ich habe mir keines ihrer Stücke entgehen lassen“, erklärt Zuschauer Reinhard Hagedorn bei der Premiere. „Die 420 Gäste der drei ausverkauften Vorstellungen im Laufe des Wochenendes kommen zum Teil auch aus Göttingen und Northeim“, sagt Kovdal. Zum Vergleich: Sudershausen, ein altes Besenbinderdorf, hat knapp 500 Einwohner, der VSSG mehr als 700 Mitglieder.

Alle Stücke gibt es auf DVD

„Alle Inszenierungen werden mitgeschnitten und auf DVD gebrannt“, berichtet Kassierer Klaus Brandt. Am Freitagabend sitzt Albert Dullnig hinter der Kamera. Der gebürtige Österreicher kam mit seinem Bruder vor Jahrzehnten als Waldarbeiter nach Sudershausen und heiratete dort. Seine Frau, Hannelore Dullnig, stand als Gerta, als eine der tratschenden Nachbarinnen, auf der Bühne.

Landwirt spielt Bauern

Quelle: Peter Heller

Hauptfigur des Stücks ist der tierliebe, malende, aber nicht sehr geschäftstüchtige Bauer Paul, der vom örtlichen Landwirt, Jörg Henze, gespielt wurde. Ihm sitzt die Bank im Nacken. Um schnelles Geld zu machen, bringt ihn sein Freund Franz (Klaus Henniges) auf die Idee mit der Modenschau im Ochsenstall. Paul zögert, doch Franz meint: „Entscheide dich schnell, sonst kommt dir noch Bauer Henze zuvor.“ Da lacht der Saal. Und die Nachbarinnen, darunter die besonders mitteilsame Clementine (Kerstin Dullnig), bekommen jede Menge Gesprächsstoff.

„Von wegen Besenbinderdorf“

Knecht Jupp (Dirk Glowatz) bringt den Saal zum Lachen, als ihm beim Fegen der Reisigbesen auseinanderfällt und er trocken kommentiert: „Von wegen Besenbinderdorf.“ Glowatz stand in diesem Jahr das erste Mal auf der Bühne. Der Göttinger ist erst vor kurzem zugezogen. Bereits zum zweiten Mal dabei war Falk Radecker, der den von den Dorfbewohnerinnen umschwärmten Doktor Braun spielte.

Dorf hat mittlerweile Handyempfang

Während der beiden Pausen beugen sich einige Zuschauer über ihre Smartphones. Das ist in Sudershausen keine Selbstverständlichkeit. „Wir haben noch nicht so lange Handyempfang“, erklärt VSSG-Vorsitzender Kovdal. Im Erdgeschoss wird unterdessen Eichsfelder Wurst aus Krebeck serviert.

Von Michael Caspar

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